04.03.2017: SC Wiedenbrück – Borussia Dortmund II

04.03.2017
Jahnstadion (Wiedenbrück)
SC Wiedenbrück – Borussia Dortmund II 1:1
Regionalliga West
Zuschauer: 783 (Auslastung: 34,04%)//Gäste: 57 (7,28%)

Haupttribüne des Jahnstadions in Rheda-Wiedenbrück.

Haupttribüne des Jahnstadions in Rheda-Wiedenbrück.

Recht kurzfristig entschied ich mich, mit den Dortmunder Amateuren nach Rheda-Wiedenbrück zu fahren. Eigentlich hatte ich auf Grund der Parallelansetzung zu den Profis (im Westfalenstadion gegen Leverkusen) nicht vor zu fahren, aber fand mich dann doch am Samstag auf der A2 Richtung Osten wieder. Der Gästeblock war mit 57 (selbst abgezählt) erwartungsgemäß eher leer. Insgesamt fanden 783 Zuschauer den Weg ins Jahnstadion. Trotz anwesender „Fanszene“ der Wiedenbrücker war die Stimmung teilweise eher auf Kreisliganiveau. Erst nach ein paar „strittigen“ Aktionen im Spiel (meiner Meinung nach hatte der Schiedsrichter mit seinen Entscheidungen aber immer richtig, soweit man das aus dem Gästeblock bewerten kann) und Provokationen dreier „Nachwuchsultras“ in schwarzgelb hat man auch kurz was von den SCW-Fans gehört. Diese befanden sich zum großen Teil auf den unüberdachten Stehplätzen der Gegengerade. Von der überdachten Haupttribüne aus kam bis auf ein paar mal Klatschen und Zigarettenqualm nicht viel. Der Gästeblock im Hintertorbereich ist mit ein paar Stufen ausgebaut. Die vierte Seite (westliche Hintertorseite) ist komplett ohne Ausbau (zumindest habe ich keinen gesehen).

Der pickepackevolle Gästeblock.

Das Spiel stand dem Publikum kaum nach. Ein paar schöne Spielzüge, jedoch hat man schon deutlich bessere Regionalliga-Spiele gesehen. Die Dortmunder Amateure gingen Mitte der ersten Halbzeit durch einen schönen Fernschuss von Hober in Führung. Mit dieser ging es auch in die Halbzeit. In dieser nahm Wiedenbrück einen Wechsel vor, der sich wenige Sekunden nach Wiederanpfiff direkt auszeichnete, indem dieser Spieler per Kopf den Ausgleichstreffer erziehlte. Bei diesem 1:1 blieb es dann auch bis zum Abpfiff. Letzten Endes eine gerechte Punktteilung in einem eher schwachen Spiel, welches die Dortmunder Amateure hätten nutzen können, um an der Zweitvertretung der anderen Borussia vorbei zu ziehen.

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12.11.2016: Viktoria Köln – Bonner SC

12.11.2016
Sportpark Höhenberg
Viktoria Köln – Bonner SC 5:0
Regionalliga West
Zuschauer: 1,334 (Auslastung: 21,27%)/Gäste: ~200 (14,99%)

Panorama des Sportpark Höhenberg.

Panorama des Sportpark Höhenberg.

Länderspielpause… Amateurderby auf Mitte Dezember verschoben. Also „freies“ Wochenende. Da ich es in den letzten beiden Jahren nicht geschafft habe mit den Dortmunder Amateuren zum Höhenberg zu fahren, ging es jetzt zur Viktoria. Eindeutig kein Lieblingsverein von mir, deswegen war es für mich auch kein Problem, dass es nur Stehplätze für Gäste gab. Was jedoch ein Problem war, war die Tatsache, dass es kein Vollbier im Gästeblock gab.

Flutlicht... spannender als das Spiel.

Flutlicht… spannender als das Spiel.

Das Spiel selber entwickelte sich zu einem eher langweiligen Spiel. Bereits nach vier Minuten lag der Ball nach einem Fernschuss von Köln im Bonner Tor. Bonn hat danach zwar ein paar Bemühungen nach vorne gezeigt, aber nicht wirklich was effektives. Nach einer halben Stunde stand es dann nach einer Ecke 2:0. Damit ging es auch in die Pause. Nach der Halbzeitpause sollte das Spiel noch einseitiger werden, auch vom Ergebnis. Um eine Stunde früher zu Hause zu sein, habe ich mit meiner Begleitung dann entschieden, auch früher zu gehen, auch wenn ich das eigentlich hasse, wenn es andere tun und daher normalerweise auch nicht mache. Das Spiel endete – völlig verdient – mit 5:0. Der Großteil der 1.334 Zuschauer (plus circa 50 bis 70 hinter den Zäunen) war wohl mehr als zufrieden damit. Immerhin war die Sonne auf unserer Seite, sodass es wenigstens nicht so kalt war, wie es auf dem Thermometer stand.

Auch das Stadion gehört meiner Meinung nach nicht zu den schönsten. Die Haupttribüne sieht von der Seite nicht schön aus, von gegenüber geht es. Die Gegengerade besteht komplett aus Stehplätzen. Die beiden Hintertorseiten sind nicht ausgebaut, wobei hinter dem Nordtor ein VIP-Zelt steht. Nicht schön, aber selten. Hinter der Gegengerade ist ein unasphaltierter Weg, welcher jetzt – kurz vor dem Winter – natürlich entsprechend matschig ist, vor allem nachdem gefühlt 100 Polizei-Bullys – eventuell 2-3 zu viel… aber nur eventuell –  diesen Weg entlang gefahren sind…

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05.11.2016: TSG Sprochhövel – Fortuna Düsseldorf II

05.11.2016
Stadion im Baumhof
TSG Sprockhövel – Fortuna Düsseldorf II 3:3
Regionalliga West
Zuschauer: 350 (Auslastung: 10,00%)/Gäste: ~25 (7,14%)

Stadion im Baumhof

Stadion im Baumhof

Da die Dortmunder Amateure bereits Freitagabend in Mönchengladbach spielten und die Profis in Hamburg, war der Samstag frei für ein Spiel einer anderen Mannschaft. Also fussball.de auf und los gesucht. Irgendein Stadion aus der Regionalliga West, welches ich mit der U23 des BVB nicht besuchen konnte, sollte es werden. Und da das „Auswärtsspiel“ der Borussen gegen Sprockhövel auf Grund des erwarteten Zuschauerandrangs im Hagener Ischelandstadion stattfand, fiel die Wahl auf Sprockhövel. Ein Stadion, welches vor kurzem erst einen der beklopptesten Sponsorennamen Deutschlands bekommen hat. Für jeden normalen Mensch heißt es allerdings weiterhin Stadion im Baumhof.

Stufentribüne mit Überdachung.

Stufentribüne mit Überdachung.

Also ging es mit der S-Bahn über Essen nach Hattingen an der Ruhr. Ab dort dann mit dem Bus weiter… das Dorf ist nicht an den Personenschienenverkehr angeschossen. Naja… ab Niedersprockhövel Kirche dann noch ein paar Minuten zu Fuß und angekommen. Unterwegs noch mit einem Fortuna-Fan und einem Sprockhöveler unterhalten, so war es wenigstens nicht langweilig. Angekommen und erst mal ein paar Fotos den Grounds machen. Nichts wirklich tolles, aber für die Spielklassen, in denen Sprockhövel bis jetzt gespielt hat, reicht es. Nur an einer Seite des Platzes war mit einer Stufentribüne und dem Vereinsheim mit „VIP-Loge“ überhaupt ein Ausbau. Die anderen drei Seiten waren für Zuschauer unzugänglich. Ganz rechts hat man zur Einhaltung der Regularien der inzwischen wieder aufgelösten NRW-Liga einen „Gästekäfig“ errichtet. Zwischen den Zuschauern und dem Spielfeld befinden sich für die Leichtathleten der TSG noch eine dreispurige Tartanbahn und eine Weitsprunganlage. Dennoch ist man nicht weit weg vom Geschehen.

Nach einer langweiligen ersten Halbzeit, deren Highlight das Bier war, ging in der zweiten Halbzeit die Post ab. Kurz nach Wiederanpfiff netzten die Gastgeber zum 1:0 ein, doch die Führung hielt in etwa so lange, wie der Stadionsprecher damit beschäftigt war nach dem „Döp döp döp“ diese durchzusagen. Schon stand es 1:1. Und dem Torschützen gelang in den nächsten 13 Minuten ein lupenreiner Hattrick. Nach circa 65 Minuten stand es also 1:3 für die Gäste und sie hatten noch Chancen, die Führung weiter auszubauen. Jedoch verlor man in den letzten 10 Minuten ein wenig den Fokus, was Sprockhövel nutzte. Am Ende stand es 3:3 und die Düsseldorfer konnten sich trotz der zwischenzeitlichen 1:3 Führung darüber nicht mal wirklich beschweren.

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20.08.2016: TSG Sprockhövel – Borussia Dortmund II

20.08.2016
Ischelandstadion
TSG Sprockhövel – Borussia Dortmund II 0:4
Regionalliga West
Zuschauer: 3.000 (Auslastung: 28,57% (Stadion in der Regionalliga nur für 10.500 Zuschauer zugelassen)/Gäste: ~2250 (75%)

Die Haupttribüne.

Die Haupttribüne.

Die Anzahl an Fotos ist heute mal extrem begrenzt, da der Gästeblock zu voll war um verschiedene Perspektiven zu wählen… bzw, ich zu faul war mich durch die Menschenmassen zu drängel, um eine andere Perspektive zu bekommen.

Auf Grund der erwarteten Anzahl an Fans, haben die Verantwortlichen der Polizei und der TSG Sprockhövel das Spiel gegen die U23 des BVB in das Hagener Ischelandstadion verlegt. Wie man gesehen hat, war dies wohl eine gute Entscheidung, da die offizielle Zuschauerzahl mit 3000, wovon geschätzt 2200 Dortmunder waren, für die eigentliche Heimspielstätte, das Stadion am Baumhof, wohl zu viel gewesen wär.
Leider hat man dennoch bei der Planung ordentlich gepatzt. Zum einen die Eingangskontrollen. 9 Pyroaktionen der

Die UvdA macht Stimmung.

Die UvdA macht Stimmung.

„Ultras von die Amateure“ sagen eigentlich schon alles über diese aus. Zum anderen das „Catering“. Im Gästeblock stand ein Würstchenstand, der sogar trotz der Menge an Fans noch gut mitkam, und ein Bierwagen. An diesem musste man vor dem Spiel mehr als eine halbe Stunde einplanen, um an Getränke zu kommen. Das Personal war leider komplett überfordert und hat nach und nach leider auch komplett den Überblick verloren. Da müssen die Sprockhöveler und die Hagener vielleicht noch ein wenig nachbessern, da es bei den Fans aus Essen, Wuppertal und Aachen der Andrang auf den Bierstand bestimmt nicht viel anders sein wird.

Ansonsten ist das Ischelandstadion ein sehr schönes Stadion, auch wenn es schon deutlich bessere Zeiten erlebt hat.

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09.08.2016: SG Wattenscheid 09 – Borussia Dortmund II

09.08.2016
Lohrheidestadion
SG Wattenscheid 09 – Borussia Dortmund II 1:1
Regionalliga West
Zuschauer: 2005 (Auslastung: 12,35%)/Gäste: ~1000 (49,88%)

Während des Spiels.

Während des Spiels.

Endlich mal wieder am PC, damit ich das hier schreiben kann…
Mein zweiter Besuch im Wattenscheider Lohrheidestadion. Das erste mal war letzte Saison zur gleichen Paarung. Die Partie letzte Saison war – da sie Anfang November stattfand – bei deutlich ungemütlicheren Wetterbedingungen. Jedoch hat die Jahreszeit perfekte Bedingungen – früh dunkel – für eine fette Pyroshow geboten (habe mal ein Bild

Die Pyroshow während der gleichen Paarung 2015/16.

Die Pyroshow während der gleichen Paarung 2015/16.

von letztem Jahr hinzugefügt). Dadurch wurd es in dem gar nicht mal so kleinen Gästeblock kurzzeitig wenigstens warm.
Dieses Jahr war es deutlich voller im und vor dem Gästeblock (von den 2005 Zuschauern waren rund 1000 Dortmunder). Die Sicherheitsmaßnahmen wurden deutlich erhöht, man kann sich ja denken warum. Nach Wuppertal, wo parallel ein nicht ganz unbrisantes Spiel des WSV gegen Rot-Weiss Essen stattfand, war in NRW die Polizeidichte um das Lohrheidestadion wohl am zweithöchsten. Die Ordner waren auch ein wenig zickig, so durften beispielsweise die Gästefans nicht auf die Tartanbahn um ihre Zaunfahnen anzubringen und in der Halbzeit wurde ein Teil der Choreo (?, hab es nicht genau erkannt, was es war) durch diese geklaut. Die „Ultras von die Amateure“ holten es sich aber zurück, sodass die Choreo nach der Pause Stattfinden konnte (Bild von der Choreo Quelle: BVB-Fanabteilung). Hat trotzdem nicht wirklich viel gebracht, da ein paar Bengalos und Rauchtöpfe dennoch den Weg in den Gästeblock gefunden haben.
Zum Spiel selber gibt es eigentlich nicht viel zu sagen (soll ja hier auch kein Spielbericht werden 😀 ), außer dass die Chancenverwertung der U23 der Borussia einen Sieg dieser verhindert hat.

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07.05.2016: FC Wegberg-Beeck – Borussia Dortmund II

07.05.2016
Waldstadion Beeck
FC Wegberg-Beeck – Borussia Dortmund II 1:3
Regionalliga West
Zuschauer: 240 (Auslastung: 4,80%)

Die Regionalliga-Abschiedstour des FC Wegberg-Beeck ist fast beendet und nächste Saison wird man wieder in der Mittelrheinliga – wahrscheinlich erfolgreicher als diese Saison – auf Punktejagd gehen. Doch noch sind ein paar Spiele in der Regionalliga zu spielen. Zum vorletzten Heimspiel kam am 07.05.2016 die U23 des BVB. Leider parallel zum Spiel der ersten Mannschaft in Frankfurt, deswegen war es bei weitem nicht so voll, wie es hätte werden können.

Haupttribüne des Waldstadion Beeck (Quelle: ich (deswegen ist es auch so schief))

Der FC Wegberg-Beeck war bereits in den 1990er Jahren viertklassig, damals noch in der Oberliga Nordrhein. Jedoch stieg man auf Grund einer Insolvenz in die sechstklassige Landesliga Mittelrhein ab. Es folgte 2005/06 noch ein kurzes Intermezzo in der Oberliga Nordrhein (immer noch viertklassig), danach folgten aber einige Jahre in verschiedenen mittelrheinischen fünften und sechsten Ligen (Verbandsliga Mittelrhein, Mittelrheinliga und die verbandsübergreifende NRW-Liga (mit Niederrhein und Westfalen zusammen)). Letzte Saison (2014/15) wurde dann durch die Meisterschaft in der fünftklassigen Mittelrheinliga wieder der Sprung in die vierte Liga geschafft. Inzwischen die Regionalliga West. Dort war man allerdings von Anfang an den anderen Mannschaften deutlich unterlegen, sodass schon recht früh klar wurde, dass es bei nur einem Jahr in der Regionalliga bleibt. Nachdem der Verein dann beschloss, für die nächste Saison gar nicht erst die Lizenz zu beantragen, stand der FC Wegberg-Beeck auch offiziell als erster Absteiger fest.

Das Hinspiel im Stadion Rote Erde hatte der FCWB mit 6:0 verloren, dementsprechend war die U23 des BVB auch im Rückspiel deutlicher Favorit. Da das Spiel aber parallel zum Spiel der Dortmunder Profis in Frankfurt stattfand, fanden nur 240 Zuschauer den Weg ins Waldstadion. Davon war jedoch mindestens die Hälfte Anhänger des Gastes. In der siebten Minute haben sich auch ein paar Dortmunder zusammengefunden und einen auf Ultra gemacht und haben ein paar Fangesänge angestimmt. In der achten Minute fiel dann das 1:0 für Wegberg, jedoch habt die Gruppe, entgegen der eigentlichen Erwartungen, dann nicht aufgehört zu singen. Bis auf ein paar niveaulose Lieder (z.B. Spieler von Wegberg liegt am Boden und sie singen „Lasst ihn liegen, Sch**ße tritt sich fest“… muss nicht sein) haben die paar Leute auch gut Stimmung gemacht. In der zweiten Halbzeit, nachdem das Spiel gedreht war, wurde die Gruppe ein bisschen lauter. Die Stimmung war dann okay. Von Wegberger Fans kam leider nichts. Da der Verein aber auch nicht wirklich eine Fanszene besitzt, ist dies auch klar. Bis auf fragwürdige Werbung vor dem Spiel und in der Halbzeitpause ist von Wegberg nicht viel Akustisches in Erinnerung geblieben.

Oben Ticket vor Spielfeld und Haupttribüne, unten Gegengerade (links) und Haupttribüne (rechts) von der Seite (Quelle: Alle Fotos von mir)

Oben Ticket vor Spielfeld und Haupttribüne, unten Gegengerade (links) und Haupttribüne (rechts) von der Seite (Quelle: Alle Fotos von mir)

Der Gästeblock war offen, trotzdem haben sich die meisten Dortmunder in den „Käfig“ auf der Gegengerade gestellt. Für diese Stehplätze musste man 8 Euro (bzw. ermäßigt 6 Euro) bezahlen. Dafür hatte man aber nur sehr wenig Schatten in den Bereichen, in denen man stehen konnte. An diesem Spieltag war dadurch der Sonnenbrand vorprogrammiert. Die Sitzplätze auf der Haupttribüne waren für 15 Euro zu haben, dafür aber auch im Schatten. Neben der Haupttribüne waren mehrere Zelte aufgebaut (ein VIP-Zelt glaub ich und ein Zelt für Essen). Dort bekam man für 2,50 Euro eine Bratwurst in Brötchen. Meine war leider deutlich zu lange auf dem Holzkohlegrill, dafür war das Brötchen (kein normales Brötchen, aber ich hab keine Ahnung, wie man die Varianten nennt) sehr lecker, dadurch komm ich noch auf 5 Punkte für die Wurst. Am Getränkestand war ich nicht, da ich mit dem Auto da war (deswegen auch kein obligatorischen Bierfoto), aber ich habe gesehen, dass es Bitburger Pils gab. Außerdem habe ich vorher im Internet gelesen, dass es Bolten Uralt geben soll, aber das kann ich nicht beschwören. Preise kann ich dementsprechend auch nicht nennen.

Die Anreise gestaltet sich etwas schwierig, wenn man nicht gerade in Wegberg lebt. Wegberg hat zwar einen eigenen Bahnhof, jedoch schlägt die Bahnapp aus dem Ruhrgebiet kommend eine Busverbindung ab Mönchengladbach Hauptbahnhof vor (mit einer halben Stunde Umstiegszeit). Da in Gladbach das Spiel der Borussia MG gegen Bayer Leverkusen stattfand, habe ich mich dazu entschieden, mit dem Auto zu fahren. Ich hatte wenig Lust auf die Fans beider Bundesligisten, vor allem da ich in schwarzgelb nach Wegberg gefahren bin. Mit dem Auto fährt man auf der A52 die fünfte Abfahrt (Schwalmtal-Hostert) runter, folgt danach den Schildern Richtung Wegberg. Am Grenzlandring biegt man links ab, nachdem auf der rechten Seite das Stadion zu sehen ist rechts, am Kreisverkehr die erste raus, die nächste wieder rechts und man steht auf dem Parkplatz vom Stadion. Oder man macht sich besser das Navi an. Parkplätze sind ausreichend (zumindest für die durchschnittliche Besucherzahl) vorhanden.

Ganz schön langer Text geworden. Hoffe nicht zu lang bzw. dass ich nicht zu viel uninteressantes Zeug geschrieben habe. Könnt ja in die Kommentare schreiben, ob es in Ordnung war oder ob es zu lang geraten ist.

Tikus09

23.04.2016: FC Schalke 04 II – Rot-Weiss Essen

23.04.2016
Stadion im Sportpark Wanne-Süd
FC Schalke 04 II – Rot-Weiss Essen 0:0
Regionalliga West
Zuschauer: 1.300 (Auslastung: 9,63%)

Samstag, 23.04.2016 in Herne… oder Wanne-Eickel am Hbf… versteh jemand diese Stadt, die ihren Hauptbahnhof nach einem Stadtteil benennen. Auch egal, jedenfalls war im Sportpark Wanne-Süd (trägt inzwischen den Namen eines lokalen Volkstheaters, dennoch werde ich hier Werbenamen von Stadien meiden) an diesem Tag wohl eines der underbysten Derbys Deutschlands. Die U23 von Schalke traf auf Rot-Weiss Essen. Normalerweise ist das Stadion die Heimat des DSC Wanne-Eickel, aber zu sogenannten Risikospielen dient es auch der zweiten der Gelsenkirchener als Spielort. Warum aber war dieses Derby so underbyig (meine Wortschöpfungen heute sind wieder super)? Naja, der WFLV hat auf anraten der Polizei bzw. der ZIS das Spiel statt um 14 Uhr, was die normale Zeit in der RL West gewesen wäre, um 16 Uhr anpfeifen lassen, damit sich die Wege der Essener und der Schalker, die sich zum Spitzenspiel der Bundesliga gegen Leverkusen um 18:30 Uhr auf Schalke bewegen, nicht kreuzen. Hat nicht so gut geklappt, da auch schon um 14 Uhr in der Bahn aus Essen über Gelsenkirchen nach Wanne eine Menge Leute in blau-weiß saßen. Allerdings hat der späte Anstoß dafür gesorgt, dass unter den 1300 Zuschauern (laut reviersport.de, mir kam es mehr vor) vielleicht 50 Anhänger aus Gelsenkirchen, darunter auch Gerald Asamoah (Bild von ihm ebenfalls bei reviersport gesehen), waren. Dadurch war, wie sowieso schon zu erwarten war, bereits der Bahnhof fest in rot-weisser Hand. In Polizeieskorte wurden die Essener dann zum Stadion, welches sich etwa 20 Minuten Fußmarsch vom Bahnhof befindet, geleitet. Mittendrin: Ich als Dortmund-Fan. Allerdings ist das bei den Essenern überhaupt kein Problem, da es seit den 1970ern eine Fanfreundschaft zwischen schwarzgelb und rotweiss gibt, die eben auf der Rivalität zu dem an diesem Tag aktuellen Gegner der Essener basiert. So bin ich eben auch mit den Essenern zusammen in den Gästeblock gegangen. Wobei, wie oben bereits erwähnt, waren kaum Schalker da und daher war im Prinzip das komplette Stadion Gästeblock.

 

Die Haupttribüne (Quelle: Th. Jantowski/wikimedia/ https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/c1/Mondpalastarena.jpg)

Die Haupttribüne (Quelle: Th. Jantowski/wikimedia/ https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/c1/Mondpalastarena.jpg)

Eintritt im Stehplatzbereich kostet bei der Knappenschmiede (ich als Dortmunder finde diese Bezeichnung für die Nachwuchsteams eher dämlich, aber okay) 6 Euro, bzw 3 Euro ermäßigt als Student oder ähnliches. Das sind top Preise für die Regionalliga. Allerdings war das Spiel auch nicht mehr wert… müdes 0:0 mit kaum erwähnenswerten Szenen. Das ließ sich leider auch etwas auf die Stimmung nieder, die nach hinten raus schwächer wurde. Allerdings bestand diese Stimmung sowieso zum großen Teil aus Gepöbel gegen Schalker. Zwischenzeitlich hat mal eine Stoffpuppe mit einem blauen Trikot gebrannt, aber ansonsten blieb es halt beim Pöbeln und somit friedlich. Von den Essener Ultras hat man kaum etwas gehört, was wahrscheinlich auch daran lag, dass sie auf einer nicht überdachten Tribüne waren und die Stimmung dadurch etwas verpufft ist. Aber das bleibt bei alten Stadien nunmal nicht aus, dass man auf unüberdachten Rängen steht und das macht auch irgendwie ein bisschen den Charme dieser Stadien aus.

Veltins vor "Für immer WS"-Sticker (Quelle: ich)

Veltins vor „Für immer WS“-Sticker (Quelle: ich)

Für das leibliche Wohl war eher schlecht als recht gesorgt. Getränke gab es im Gästeblock an mehreren Bierwagen sowohl unalkoholische als auch Veltins… Schalke halt. Abgesehen davon, dass Veltins normalerweise nicht mein Bier ist – es gab halt logischerweise im Stadion kein anderes, dann trinkt man das auch – geht der Preis von 3 Euro für ein Bier eigentlich. Zur Stadionwurst kann ich nicht viel sagen, da ich keine gegessen habe. Dies hatte den ganz einfachen Grund, dass (zumindest im Gästeblock) die Wurst ohne Brötchen verkauft wurde. Dann kann man es sich auch komplett sparen… hab ich auch getan.

Wie oben bereits erwähnt, bin ich mit dem Zug angereist, kann aber von dem, was ich so rund ums Stadion gesehen habe, auch nicht empfehlen, mit dem Auto zu kommen. Zumindest nicht bei Spielen von der Zweitvertretung von Schalke. Wenn die DSC Wanne-Eickel spielt, sollten rund ums Stadion eigentlich genug Parkplätze zur Verfügung stehen. Die Fans, die aus Essen und Nachbarstädten mit dem Auto gekommen sind, mussten nach dem Spiel fast genauso weit laufen wie diejenigen, die mit dem Zug da waren. Außerdem hätte man vom Bahnhof zum Stadion auch mit der Straßenbahn fahren können, was die ~20 Minuten Fußweg gespart hätte.

Joa… mehr hab ich eigentlich auch gar nicht mehr zu dem Stadion oder Spiel zu sagen.

Tikus09

PS: Die Farben der Wellenbrecher in der Südkurve des Stadions (am Gästeeinlass) sind gelb und schwarz. Dachte das sollte ich als Dortmunder bei einem Text über ein Heimstadion des Schalker Nachwuchses erwähnen.