24.09.2017: DJK Arminia Klosterhardt U19 – Borussia Dortmund U19

24.09.2017
Arnold-Germar-Stadion
DJK Arminia Klosterhardt U19 – Borussia Dortmund U19 3:3
A-Junioren Bundesliga West
Zuschauer: 600 (Auslastung: 7,5%) // Gäste: ~75 (12,5%)

Arnold-Germar-Stadion

Als Aufsteiger in die A-Junioren Bundesliga hat man es nie leicht, wenn dann die erste Mannschaft des Vereins aber „nur“ in der Landesliga spielt, wird man schon zum krassen Underdog. Da die Vereinsanlage nur über einen Kunstrasenplatz verfügt, trägt die U19 ihre Heimspiele im benachbarten Arnold-Germar-Stadion des BV Osterfeld aus. Der Naturrasenplatz ist auf beiden Seiten mir Stufentribünen ausgebaut, wobei eine Seite mit 10 Stufen doppelt so hoch ist wie die andere. Insgesamt bietet die Anlage damit rund 8.000 Zuschauern Platz, wird aber kaum noch genutzt, da der deutsche Amateurvizemeister von 1960 seine Kreisliga C Spiele auf einem Kunstrasenplatz nebenan austrägt. Schade eigentlich.

Das Spiel des amtierenden A-Jugend Meisters gegen den Aufsteiger verlief anders, als die meisten es sich wahrscheinlich vorgestellt hatten. Der BVB versuchte sich nach vorne zu kombinieren, spielte dann aber meistens einen schlampigen Pass und Klosterhardt hatte den Ball wieder oder scheiterte am starken Abwehrverhalten der Arminia. Klosterhardt war aber auch nicht ungefährlich und erspielte sich Chancen. So gingen die Oberhausener auch nach 27 Minuten nicht unverdient in Führung. Dem BVB fiel im Anschluss nicht viel ein und hatte Glück, dass der Arminia vor dem Tor die Kaltschnäuzigkeit fehlte. nach einem Foul des BVB Schlussmanns gab es kurz vor der Halbzeitpause aber die große Chance für Klosterhardt per Elfmeter auf 2:0 zu erhöhen. Diese nutzten sie auch. Zu diesem Zeitpunkt hätte es aber schon gut und gerne 4:0 stehen können. Mit dem Halbzeitpfiff kam die Borussia noch zum 2:1 Anschluss. Aus Dortmunder Sicht konnte man mit dieser Hälfte nicht zufrieden sein, das Oberhausener Publikum hingegen wirkte sehr zufrieden.

In die zweite Hälfte startete der BVB besser, jedoch gab es auf der anderen Seite nach einem Handspiel in der Freistoßmauer erneut Elfmeter. 3:1 für die Gastgeber nach 55 Minuten. Der BVB hatte weiterhin Probleme mit der starken Klosterhardter Defensive und spielte anschließend auch noch gegen die Uhr. In der 82. Minute konnte man den Ball dann doch endlich zum 3:2 ins Netz bringen und nur wenige Minuten später ausgleichen. Anschließend drängte man noch auf das 3:4, aber das wäre zu viel des guten gewesen. Das 3:3 Unentschieden war aus Dortmunder Sicht am Ende zwar verdient, aber glücklich.

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10.05.2017: Concordia Oberhausen III – Batenbrocker Ruhrpott Kicker III

10.05.2016
Concordiaplatz Oberhausen
Concordia Oberhausen III – Batenbrocker Ruhrpott Kicker III 1:7
Kreisliga C Oberhausen-Bottrop 3
Zuschauer: 8 (Auslastung: 0,17%) // Gäste: 0 (0%)

Sitzplätze am Concordiaplatz

Manchmal muss hoppen weh tun. Da guckt man sich dann auch mal Kreisliga C an, wenn zwei dritte Mannschaften gegeneinander Spielen, weil es an einem Wochentag abends stattfindet und man einfach nur Bock auf Fußball hat. Wenn der Platz dann noch so gut zu erreichen ist, wie der Concordiaplatz in Oberhausen (alte) Mitte, dann nimmt man den erst recht mit. Der Fußweg vom Bahnhof zum Platz reicht nicht mal für ein Wegbier, das muss man auch erst mal schaffen. Der Platz bietet eine Tribüne, die über zwei seperate Blöcke geht. Sie verfügt über acht Stufen, von denen im ersten Block die oberen zwei mit Sitzplätzen ausgestattet sind. Hinter dem einen Tor befindet sich die Terrasse des Vereinsheims, von welcher man ebenfalls einen guten Blick hat. Die Gegengerade ist ohne nennenswerten Ausbau und die andere Hintertorseite ist durch ein Kunstrasenkleinfeld belegt.

Der hintere Block der Tribüne.

Das Spiel war anfangs sehr schwer zu verfolgen, da der Schiedsrichter bei tief stehender Sonne die Meinung vertrat, dass schwarz gegen dunkelrot eine gute Kombination wäre. nach fast 10 Minuten musste sich dann doch die Heimmannschaft Leibchen anziehen… sagt schon wieder alles über Kreisliga-Schiedsrichter aus. Anschließend war das Spiel schon ziemlich einseitig, auch wenn ich irgendwie nicht alle Tore mitbekommen habe. Könnte daran liegen, dass ich zwischenzeitlich immer mal wieder kurz im Vereinsheim war und dort Champions-League geguckt habe. Naja, fussball.de sagt, es ist 1:7 ausgegangen, wie es sich für ein Kreisliga C Spiel gehört mit vielen Toren.

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02.05.2017: SC Rot-Weiß Oberhausen – Meidericher SV

02.05.2017
Niederrheinstadion
SC Rot-Weiß Oberhausen – Meidericher SV 0:3
Niederrheinpokal Halbfinale
Zuschauer: 7.509 (Auslastung: ~43,36% [Stadion im Umbau, daher keine genaue Kapazität gefunden]) // Gäste: ~3.500 (46,61%)

Haupttribüne Niederrheinstadion.

Knapp 6 Wochen nach dem ersten Halbfinale des Niederrheinpokals hieß es jetzt endlich RWO gegen MSV. Mein letzter Besuch im Niederrheinstadion liegt schon gefühlt drei Ewigkeiten zurück, daher wurde es mal wieder Zeit. Tickets über den RWO bestellt, Kanalkurve Block 4… vielleicht haben die ja einen Teil der Kanalkurve zum neutralen Bereich erklärt, da die Emscherkurve ja zu mindestens der Hälfte gesperrt bzw. bereits abgerissen ist (deswegen habe ich mal die Hälfte der Kapazität der Emscherkurve von der Gesamtkapazität abgezogen). Nein, haben sie nicht. Also stand ich dort zwischen vielen Zebras und einigen anderen Hoppern. Aber egal, zwischen Oberhausener hätte ich mich auch nicht wohler gefühlt. Stadion an sich sollte den meisten ja bekannt sein, deswegen schreib ich darüber jetzt mal nichts.

Für unsere Flutlichtfetischisten.

Spiel war wie erwartet. Der Drittligist machte das Spiel und Oberhausen kam nur selten an den Strafraum. Folgerichtig fielen auch Tore nur auf Duisburger Seite. 3:0 hieß es am Ende und das Finale ist Rot-Weiss Essen gegen den Meidericher SV. Fraglich war das Banner, welches die MSV Ultras ab der 80. Minute am Zaun hingen hatten, wo sie sich bereits als „Niederrheinpokalsieger“ bezeichneten, aber naja. Die Favoritenrolle nimmt der MSV im Finale auf jeden Fall ein und im DFB-Pokal wird man nächste Saison beide Finalisten sehen, da der MSV sich über die Liga bereits qualifiziert, somit der RWE – auch wenn man das Finale nicht gewinnen sollte – ebenfalls qualifiziert ist. Und wieder einmal bestätigte sich der Trend, dass ich diese Saison im Niederrheinpokal nur Auswärtssiege gesehen habe.

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05.03.2017: FC Sterkrade 72 – SF Königshardt II

05.03.2017
Stadion Sterkrade
FC Sterkrade 72 – SF 1930 Königshardt II 2:2
Kreisliga A Oberhausen-Bottrop
Zuschauer: 35 (Auslastung: 0,88%)//Gäste: 7 (20%)

Tribüne des Stadion Sterkrade.

Nächste Runde in der Mission „Heimatkreis abarbeiten“. Dieses mal ging es runter in die Kreisliga A, da der FC Sterkrade 72 in dieser Spielklasse im Stadion Sterkrade spielt. Stadion ist hier wieder eher Definitionssache. Eine Tribüne mit Sitzschalen (teilweise überdacht), die anderen Seiten besitzen niedrigen Erdwällen, in die auf der Gegengerade noch eine kleine „Hochterrasse“ (keine Ahnung, wie ich das sonst bezeichnen soll). Dennoch sehr schick, auch wenn es mir etwas zu modern gestaltet ist.

Gegengerade von der Tribüne aus fotografiert. Im Hintergrund das Freiherr-vom-Stein Gymnasium.

Die Gäste legten gut los und gingen nach knapp zehn Minuten auch verdient mit 1:0 in Führung. Es brauchte noch ein paar Minuten, bis die 72er richtig ins Spiel fanden, allerdings waren sie circa ab der 20. Minute spielbestimmend. Hilft nur nichts, wenn man keine Tore macht. Der Zweitvertretung von Königshardt hingegen gelangen auch so Tore. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit schossen sie das 0:2. Die zweite Halbzeit lief ähnlich wie die erste. 72 das bessere Team, aber zunächst zu ungefährlich. Ab der 55. Minute dann auch noch durch eine gelb-rote in Unterzahl. Wenige Minuten Später gelang ihnen allerdings durch einen Elfmeter der Anschlusstreffer. Danach flachte das Spiel dann ein wenig ab, sodass meine Begleitung nach circa 80 Minuten sagte „Hier fällt sowieso kein Tor mehr.“… und keine zehn Sekunden später stand es 2:2 durch einen Volleyschuss von der 16er Linie… anschließend gab es noch eine der lächerlichsten roten Karten der Fußballgeschichte gegen 72, bei der der Spieler fast an der Seitenlinie auf Höhe des 16-Meter-Raums nur den Ball trifft. Keine Ahnung was der Schiri da gesehen hat.

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22.01.2017: SpVgg. Sterkrade-Nord – SV Hönnepel-Niedermörmter

22.01.2017
Nordler-Park
SpVgg. Sterkrade-Nord – SV Hönnepel-Niedermörmter 2:2
Testspiel
Zuschauer: etwa 150 (Auslastung: 5,00%)/Gäste: etwa 30 (20,00%)

Der Nordler-Park

Der Nordler-Park

Die Mission „Heimatkreis kennenlernen“ geht in die nächste Runde. Der Oberligist aus Kalkar, der SV Hönnepel-Niedermörmter 1951, testete beim Landesligisten SpVgg. Sterkrade-Nord 20/25. Das Spiel ging rasant los und nach gerade einmal 12 Minuten stand es bereits 2:1 für die Gastgeber. Danach flachte das Spiel aber ab und beide Mannschaften kamen nur noch selten gefährlich vor das gegnerische Tor. Kurz vor Abpfiff fiel jedoch noch der Ausgleichstreffer zum 2:2. Für die Trainer war das Spiel als ein frühes Testspiel wohl gut, jedoch war man als Zuschauer zwischenzeitlich doch eher gelangweilt. Immerhin war das Wetter gut.

Die überdachte Stehplatztribüne.

Die überdachte Stehplatztribüne.

Der Ground ist für die Spielstätte eines Landesligisten gut ausgebaut. Er besitzt eine kleine überdachte Stufentribüne, eine große Terrasse vor dem Vereinsheim und einen Erdwall, von welchem aus man einen schönen Gesamtüberblick auf das Spielfeld hat, auf der einen Seite und eine unüberdachte Sitzplatztribüne auf der anderen Seite. Auf der gesamten Anlage haben sich geschätzt 150 Zuschauer (offizielle Zahlen gibt es nicht oder ich habe sie nicht gefunden) aufgehalten. Also für ein Testspiel schon recht viel, wirkte auf der Anlage dennoch irgendwie leer.

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03.04.2016: SV Adler Osterfeld – SpVgg Sterkrade 06/07

03.04.2016
Waldstadion Rothebusch
SV Adler Osterfeld – SpVgg Sterkrade 06/07 3:3
Bezirksliga Niederrhein Gruppe 6
Zuschauer: 200 (Auslastung: 4,69%)

Den „alten Hasen“ unter den Groundhoppern wird der SV Adler Osterfeld und dessen Stadion – das Waldstadion Rothebusch – wohl ein Begriff sein. Von 1998/99 bis zur Saison 2004/05 war der Oberhausener Klub in der damals viertklassigen Oberliga Nordrhein. Inzwischen ist der Verein in die siebte Liga abgerutscht. Das Waldstadion ist aber seit der Oberliga-Zeit kaum verändert worden. Gerade einmal der Rasen wurde durch Kunstrasen ersetzt.

Waldstadion Rothebusch bei einem Freundschaftsspiel gegen Schalke 04 am 13.07.2001 (Quelle: http://groundhopping.de/adlers04.htm)

Waldstadion Rothebusch bei einem Freundschaftsspiel gegen Schalke 04 am 13.07.2001 (Quelle: http://groundhopping.de/adlers04.htm)

Das Waldstadion verfügt über eine unüberdachte Tribüne, die 1260 Sitzplätze hat. Hinter dieser Tribüne, sowie auf den drei anderen Geraden, befinden sich Stehplätze, sodass 4260 Zuschauer insgesamt im Stadion Platz finden können… also ungefähr 4150 mehr, als durchschnittlich Spiele der Adler in der Bezirksliga Niederrhein Gruppe 6 besuchen kommen. Zu dem Spiel gegen Sterkrade 06/07 – zu dem Zeitpunkt das Verfolgerduell, dritter gegen vierter – haben immerhin 200 Zuschauer (laut fupa.net) den Weg an die Siepenstraße gefunden. Immerhin war es auch einer der ersten warmen Tage des Jahres. Stimmung ist bei so unterklassigem Fußball sowieso immer so eine Sache, aber ich habe schon Regional- und Oberligaspiele gesehen, bei denen weniger Stimmung war. Allerdings hat wohl auch das Spiel die Stimmung positiv beeinflusst. Ein 3:3, welches zwei mal gedreht wurde (0:1 -> 2:1 -> 2:3) und in der Nachspielzeit dann – wohl durch einen irregulären Treffer – ausgeglichen wurde, hat die Gemüter der Zuschauer aufgeheizt. Der gut 70-80 Mann starke Sterkrader Anhang hat gerade nach dem späten Ausgleich zum 3:3 heftig gegen den Schiedsrichter gepöbelt. Ansonsten wurde von der Tribüne den Spielern viel zugerufen, was sie besser machen sollen. Wer brauch schon Trainer, wenn sich jeden Sonntag ein paar Rentner auf die Tribüne setzen, die alles besser wissen? Jedoch hat man an diesem Umgang der Zuschauer mit den Spielern gemerkt, wie familiär das Verhältnis inzwischen beim SV Adler Osterfeld ist.

Tribüne/ die bester Eitrittskarte ever/ komplette Tribüne (Quelle: mein Instagram :D)

Tribüne/ die beste Eintrittskarte ever/ komplette Tribüne (Quelle: mein Instagram :D)

Für das leibliche Wohl des Zuschauers ist natürlich auch gesorgt: Es gibt Königs-Pilsener und einiges an nicht alkoholischen Getränken. Was genau kann ich nicht sagen, da ich nicht am Getränkestand war (habe aber einige Leute mit Bierflaschen gesehen). Am Grill gab es Krakauer und Bratwurst für 2 Euro. Die Bratwurst war eine der besten Würste, die ich bis jetzt in einem Stadion gegessen habe. Da ich letztes mal schon mit Punkten für Würste angefangen habe, gebe ich sie hier auch mal. Die Wurst ist mir extremst gute 8/10 wert.

Der Eintrittspreis beträgt 4 Euro (keine Ahnung, ob es Ermäßigungen gab, nur dass Vereinsmitglieder kostenlosen Eintritt hatten). Wer vorhat mit dem Auto zum Waldstadion Rothebusch zu fahren, sollte Nerven und Geduld mitbringen, da die Siepenstraße eine ziemlich enge Straße ist, die auf einer Straßenseite auf Grund des Parkplatzmangels am Stadion und der umliegenden Kleingärten als Parkstreifen benutzt wird. Dadurch ist besonders nach dem Spiel ein kleines Verkehrschaos auf der Straße. Das Stadion selber entschädigt aber ein wenig dafür, da es (bis auf den neuen Kunstrasen) sehr urig und traditionell ist. Außerdem – wie oben bereits erwähnt – ist die Wurst gut!

Wie sonst auch, würde ich mich auch dieses mal über konstruktive Kritik freuen.

Tikus09