02.05.2017: SC Rot-Weiß Oberhausen – Meidericher SV

02.05.2017
Niederrheinstadion
SC Rot-Weiß Oberhausen – Meidericher SV 0:3
Niederrheinpokal Halbfinale
Zuschauer: 7.509 (Auslastung: ~43,36% [Stadion im Umbau, daher keine genaue Kapazität gefunden]) // Gäste: ~3.500 (46,61%)

Haupttribüne Niederrheinstadion.

Knapp 6 Wochen nach dem ersten Halbfinale des Niederrheinpokals hieß es jetzt endlich RWO gegen MSV. Mein letzter Besuch im Niederrheinstadion liegt schon gefühlt drei Ewigkeiten zurück, daher wurde es mal wieder Zeit. Tickets über den RWO bestellt, Kanalkurve Block 4… vielleicht haben die ja einen Teil der Kanalkurve zum neutralen Bereich erklärt, da die Emscherkurve ja zu mindestens der Hälfte gesperrt bzw. bereits abgerissen ist (deswegen habe ich mal die Hälfte der Kapazität der Emscherkurve von der Gesamtkapazität abgezogen). Nein, haben sie nicht. Also stand ich dort zwischen vielen Zebras und einigen anderen Hoppern. Aber egal, zwischen Oberhausener hätte ich mich auch nicht wohler gefühlt. Stadion an sich sollte den meisten ja bekannt sein, deswegen schreib ich darüber jetzt mal nichts.

Für unsere Flutlichtfetischisten.

Spiel war wie erwartet. Der Drittligist machte das Spiel und Oberhausen kam nur selten an den Strafraum. Folgerichtig fielen auch Tore nur auf Duisburger Seite. 3:0 hieß es am Ende und das Finale ist Rot-Weiss Essen gegen den Meidericher SV. Fraglich war das Banner, welches die MSV Ultras ab der 80. Minute am Zaun hingen hatten, wo sie sich bereits als „Niederrheinpokalsieger“ bezeichneten, aber naja. Die Favoritenrolle nimmt der MSV im Finale auf jeden Fall ein und im DFB-Pokal wird man nächste Saison beide Finalisten sehen, da der MSV sich über die Liga bereits qualifiziert, somit der RWE – auch wenn man das Finale nicht gewinnen sollte – ebenfalls qualifiziert ist. Und wieder einmal bestätigte sich der Trend, dass ich diese Saison im Niederrheinpokal nur Auswärtssiege gesehen habe.

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28.03.2017: Wuppertaler SV – Rot-Weiss Essen

28.03.2017
Stadion am Zoo
Wuppertaler SV – Rot-Weiss Essen 2:3
Niederrheinpokal (Halbfinale)
Zuschauer: 13.003 (Auslastung: 56,37%) // Gäste: ~3.000 (23,07%)

Die Schildwand der Haupttribüne des Stadions am Zoo mit Wupper und Schwebebahn. (mit neuem Tikus09-Wappen)

Mein inzwischen dritter Besuch des Wuppertaler Stadions am Zoo stand am Dienstag Abend an. Das erste Pflichtspiel, welches ich dort sehen sollte (vorher zwei Testspiele des BVB gegen Betis Sevilla und den WSV), und direkt eine der interessantesten Paarungen, die man dort sehen kann. Es ging nämlich gegen die „Nachbarn“ aus Essen. Okay, eigentlich liegen zwischen den beiden Stadien rund 29 Kilometer Luftlinie… Die Paarung, die vor ein paar Jahren bei Sport1 als „S9-Derby“ bezeichnet wurde (die beiden Städte werden durch die S-Bahnlinie S9 verbunden) elektrisierte auf jeden Fall die Massen. Rund 13.000 Zuschauer, davon rund 3.000 Essener, fanden den Weg an den Zoo und beide Seiten haben ihr Team lautstark supportet. Traditionsvereine halt.

Das Stadion am Zoo besticht durch sein äußeres Erscheinungsbild. Sowohl die Schildwand der Haupttribüne, als auch das Stadiongebäude an der Nordseite sind schön anzusehen und etwas besonderes. Im Stadion selber ist die Nostalgie leider etwas verloren gegangen, da man in den 1990ern die Haupttribüne und in den 2000ern die beiden Hintertortribünen modernisiert und diese näher an das Spielfeld gezogen hat. Zuvor waren eine Laufbahn und eine Radrennbahn (welche jedoch in den 1970ern bereits zu Teilen abgetragen wurde) zwischen den Zuschauern und dem Spielfeld. Gerade einmal die Gegengerade ist noch „alt“ und dementsprechend auch relativ weit weg vom Spielgeschehen.

Essener Pyroaktion zu Beginn der zweiten Halbzeit.

In der ersten Halbzeit war das Spiel eher träge. Es gab zwar die ein oder andere Strafraumaktion und den ein oder anderen Schuss, aber nichts wirklich gefährliches. Die zweite Halbzeit begann dann etwas verzögert, weil auf der Südtribüne (Gästeblock) einiges an Pyrotechnik zündeten. Da dort auch ein paar auf das Spielfeld geworfen wurde (ich werde nie verstehen, wieso man das auf das Feld wirft) und einiges an Rauch entstand, entschied der Schiri ein wenig abzuwarten. Anschließend gab es eine sehr interessante zweite Halbzeit, die ziemlich genau das Gegenteil der ersten war. Erst ein Wupptertaler Pfostenschuss kurz nachdem ich sagte, dass das ein langweiliges 0:0 nach 120 Minuten wird und knapp eine Minute später das 1:0 für Wupptertal. Gut, dass ich im Stadion war und nicht auf das Spiel Wetten konnte… Die nächsten rund zehn Minuten brach bei den Wupptertaler Spielern aber die Konzentration ab, sodass Essen drei Tore in kurzer Zeit schießen konnten. Eine Viertelstunde vor Schluss schaffte Wuppertal noch den Anschlusstreffer, war aber anschließend zu ungefährlich, um sich noch in die Verlängerung zu retten. Essen hingegen hatte noch eine richtig gute Chance, bei der der Ball nach einer Drehung nur die Queerlatte küsste und ein anderer Angreifer mit dem Kopf nicht gut genug dran kam. Am Ende ein glücklicher aber verdienter Sieg der Essener.

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08.10.2016: SC Union Nettetal – SC Düsseldorf-West

08.10.2016
Christian-Rötzel-Kampfbahn
SC Union Nettetal – SC Düsseldorf-West 1:2
Niederrheinpokal
Zuschauer: 200 (Auslastung: 5,71%)/Gäste: ~70 (35%)

Die Haupttribüne von der Gegengerade aus.

Die Haupttribüne von der Gegengerade aus.

Länderspielpausen sind scheiße, aber zum Glück gibt es ja den Amateurfußball und dort in der Nähe auch noch genug Grounds, die darauf warten von mir besucht zu werden. Samstag Abend zum Beispiel wurde in der Christian-Rötzel-Kampfbahn in Nettetal das Achtelfinale des Niederrheinpokals statt. Gegner der heimischen Landesligisten der SC Union war ein Oberligist aus der Landeshauptstadt, SC Düsseldorf-West.

Anzeigetafel mit Sitzplätzen für den Vorstand.

Offensichtlich stand dieses Spiel auch noch bei einigen anderen Groundhoppern auf dem Zettel, denn vor dem Spiel, bei der Fotorunde durch das Stadion, hat man einige Leute mit ihren Handys Bilder machen sehen. So hat sich beispielsweise vor der Anzeigetafel eine Gruppe gebildet, die diese Konstruktion (siehe Bild rechts) fotografiert haben. Von den Zuschauern, deren Angabe zwischen 150 (fussball.de) und 200 (fupa.net) schwankt, eigener Schätzung nach aber eher noch mehr waren, waren gefühlt 10% erkennbar Groundhopper. Und diese sahen ein für den neutralen Fan schönes Spiel, in dem der „Underdog“ aus Nettetal früh in Führung gegangen ist und auch lange gut mithalten konnte, dennoch am Ende den Düsseldorfern mit 1:2 unterlag. Letzten Endes war dieses Ergebnis auch in Ordnung.

Ein Fehler jedoch war es, bei den Spielerfrauen und – viel schlimmer noch – Spielermüttern der Düsseldorfer sitzen zu bleiben… Gepöbel kann zwar lustig sein, aber in diesem Fall war es oftmals eher peinlich. Vor allem wenn das Spiel bis auf wenige Kleinigkeiten sehr fair ist und die Zuschauer an jeder Aktion irgendwas finden, was sie bemeckern und beleidigen können, ist es für mich persönlich nur noch zum fremdschämen. „Das ist mein Sohn, der schauspielert nicht!“ nach einem härteren, aber fairen Zweikampf, um nur ein Beispiel zu nennen.

Die Sitzschalen sind entweder aus dem alten Müngersdorfer Stadion oder aus dem alten Bökelbergstadion… ich habe beide Aussagen gelesen und beide bezogen sich auf Aussagen von Vereinsverantwortlichen. Letzten Endes ist es ja, zumindest mir als Anhänger keines der beiden Vereine, egal, aber es ist cool zu wissen, dass früher von diesen Sitzen aus Bundesliga geguckt wurde. Dadurch hat man leicht nostalgische Gefühle, wenn man in der Christian-Rötzel-Kampfbahn Fußball schaut. Insgesamt ein schönen Amateurstadion, welches durchaus einen Besuch wert ist.

Mehr Bilder: https://www.facebook.com/Tikus09Blog/photos/?tab=album&album_id=955977861173427

07.08.2016: SV Fortuna Bottrop – ETB Schwarz-Weiß Essen

07.08.2016
Sportanlage Rheinbaben
SV Fortuna Bottrop – ETB Schwarz-Weiss Essen 0:4
Niederrheinpokal
Zuschauer: 200 (Auslastung: 6,67%)/Gäste: ~150 (75%)

Die Gegengerade.

Die Gegengerade.

Die erste Runde des Niederrheinpokals habe ich mal dafür genutzt, einen Ground zu besuchen, auf dem ich vor 15 Jahren mal gespielt habe, nachdem ich dann aber festgestellt habe, dass mir das Talent für „erfolgreichen“ Fußball fehlt, habe ich diesen Ground bisher nicht wieder besucht. Seitdem hat sich aber auch einiges geändert. So habe ich damals noch auf Asche gespielt, inzwischen hat der Platz Kunstrasen spendiert bekommen und auch sonst hat sich eigentlich alles geändert… außere der kleine Käfig am Ende des großen Feldes. Der war glaub ich damals schon da und ist nach wie vor „Asche“.

Die Seitenwand des Vereinsheims und das "schwarze Brett".

Die Seitenwand des Vereinsheims und das „schwarze Brett“.

Während des Vorspiels der dritten Mannschaft der Fortuna gegen SG Essen-Schönebeck II (welches ich auf Grund merkwürdiger Planung ebenfalls komplett mitgenommen habe, Endergebnis 2:2) waren etwa 20 Zuschauer anwesend. Die beiden erwähnenswerten Sachen an diesem Spiel: Der direkte Freistoß zum 2:2 in der letzten Minute und die Halbzeit dieses Spiels, die ich dafür genutzt, ein paar Bilder zu machen… 😀
Im Laufe der zweiten Halbzeit des Testspiels der Dritten wurde es auch langsam voller. Zum Niederrheinpokalspiel

waren dann etwa 200 Zuschauer (laut fussball.de, geschätzt eher ~350) um den Platz verteilt. Die Hauptgerade mit einer Stufe über ungefähr die Hälfte des Feldes war gut gefüllt, auf der dreistufigen Gegengerade war noch einiges an Platz. Zum Einlauf der Spieler wurden erstmal zwei rote Rauchtöpfe gezündet. Joa, das war eigentlich auch schon fast alles erwähnenswerte, was dieses Spiel zu bieten hatte… der Favorit aus der Oberliga setzte sich souverän mit 0:4 durch ohne dabei richtig zu glänzen.
Der Ground ist inzwischen durchaus schön und wenn man Glück hat, kann man bei einem Besuch auch Felix Passlack treffen, der öfters mal seinen Jugendverein besuchen kommt.

Mehr Fotos: https://www.facebook.com/Tikus09Blog/photos/?tab=album&album_id=895328157238398