17.04.2017: VVV-Venlo – FC Emmen

17.04.2017
Stadion De Koel
VVV-Venlo – FC Emmen 0:0
Eerste Divisie 🇳🇱
Zuschauer: 7.803 (Auslastung: 97,54%) // Gäste: 7 (0,09%)

Parkplatz mit der Haupttribüne des Stadion De Koel im Hintergrund. („Ufo“ und normale Tribüne)

Ein Ground, der schon sehr lange (eigentlich seitdem ich mit Groundhopping angefangen habe) auf meiner To-Do Liste steht, konnte am Ostermontag endlich abgehakt werden. Das Stadion De Koel im Niederländischen Venlo lud zum ersten Matchball um die Meisterschaft in der zweitklassigen Eerste Divisie (welche offiziell irgendeinen Sponsorennamen trägt, der mir aber egal ist). Der Aufstieg war am Freitag schon in trockene Tücher gebracht, doch die zweite Mannschaft von Ajax könnte in der Tabelle noch vorbei ziehen (dürfte allerdings nicht aufsteigen). Die A40 durch und kurz hinter der Grenze das Stadion De Koel erreicht. Geparkt, Tickets geholt und ab rein. Der Eingangsbereich der Haupttribüne (Unterrang) führt durch einen Tunnel unter dem „Ufo“ her. In diesem Tunnel gab es dann auch erstmal was zu essen. Und da ein Besuch in Venlo ohne Frikandel keinen Sinn ergibt, gab es auch direkt eine für mich. Dazu noch ein Bier und auf die Haupttribüne, wo wir unsere Plätze hatten. Man sieht dem Stadion De Koel an, dass es nach und nach immer mehr erweitert und renoviert wurde. Zwischen Unterrang der Haupttribüne und der nördlichen Hintertortribüne (beide unüberdacht) und dessen Oberrängen (überdacht) ist ein Erdwall zu sehen, auf welchem Treppen Ober- und Unterrang miteinander verbinden. Die Gegengerade und die südliche Hintertortribüne (Heimstehplätze) bestehen jeweils nur aus einem überdachten Rang. Auf der nördlichen Hintertortribüne befindet sich auch der Gästeblock, welcher an diesem Tag mit 8 Personen (von denen ich eine als Ordner klassifiziert habe) besetzt war. Insgesamt kamen 7.803 Zuschauer in das 8.000 Personen fassende Stadion.

Statue von Jan Klaassens, welcher von 1954-1959 und von 1964-1967 beim VVV spielte.

Vor dieser Saisonrekordkulisse ging es dann auf dem Kunstrasen bei bestem Aprilwetter (immerhin hat es nicht wirklich geregnet) zur Sache. VVV wurde der Favoritenrolle gerecht und hatte einige gute Chancen, doch auch der FC Emmen war nicht ungefährlich. Den einzigen Grund zum jubeln lieferte allerdings die Partie des Jong PSV gegen Jong Ajax (jeweils die zweiten Mannschaften der Erstligisten). Als die Anzeigentafel den Zwischenstand 2:1 für PSV anzeigte, war die Stimmung im Stadion fast so, als hätte VVV gerade selber getroffen. Immerhin lag der einzige Meisterschaftkonkurrent zurück, doch um wirklich sicher an diesem Tag Meister zu werden, hätte VVV auch gewinnen müssen. Die Chancen waren da, doch sie wurden einfach nicht genutzt. Doch selbst ein Elfmeter in der zweiten Halbzeit konnte nicht genutzt werden, sodass der einzige weitere Jubel an dem Tag der über das 3:1 von PSV blieb. So bleibt es bei einem Punkt, den Venlo auf Ajax gewonnen hat, aber bei noch drei Spielen sind neun Punkte Vorsprung rein rechnerisch (und wahrscheinlich auch nur rechnerisch) noch nicht ausreichend für die vorzeitige Meisterfeier.

FB-Fotoalbum: https://www.facebook.com/pg/Tikus09Blog/photos/?tab=album&album_id=1119774118127133

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15.04.2017: SV Hönnepel-Niedermörmter – KFC Uerdingen 05

15.04.2016
Stadion Düffelsmühle
SV Hönnepel-Niedermörmter – KFC Uerdingen 05 2:1
Oberliga Niederrhein
Zuschauer: 497 (Auslastung: 31,06%) // Gäste: ~200 (40,24%)

Die Tribüne des Stadions Düffelsmühle. Und davor bebt der Acker. 😉

Samstag ging es mit dem Auto zum Fußball in den Kalkarer Ortsteil Niedermörmter, da man doch nicht nur schlecht mit Bus und Bahn hinkommt, sondern gar nicht. Jedoch spielt dort einer der bekanntesten (dank Arnd Zeigler und Zeiglers wunderbarer Welt des Fußballs) Vereine der Oberliga, der SV Hönnepel-Niedermörmter. Die Anlage dieses Vereins besteht aus zwei Naturrasenplätzen, wovon einer mit einer überdachten Stehtribüne (siehe Bild oben) mit zwei Stufen und einem „Gästekäfig“ auf der gegenüber liegenden Seite ausgestattet ist. Der andere Platz verfügt über Flutlicht… sonst nichts. Wenn man hinter der Bande des Hauptplatzes (der mit der Tribüne) steht, steht man keinen Meter von der Auslinie entfernt, wodurch man hier extrem nah am Spiel ist.

Fahne zwischen den beiden Plätzen.

Das Spiel war nicht wirklich wie erwartet. Immerhin war der Tabellenerste, quasi die Übermannschaft der Liga, zu Gast beim Vorletzten. Jedoch war das Spiel über weite Strecken sehr ausgeglichen, auch wenn man dem KFC ansah, dass sie mehr Können besitzen. Aber HöNie war an diesem Tag kämpferisch gut eingestellt, dabei aber nie wirklich unfair, sodass die Uerdinger dieses Können kaum nutzen konnten. Und dann kam es noch dicker: nach gut 30 Minuten gab es Elfmeter für die Kalkarer und diesen konnten sie auch zur Führung nutzen. Doch die Führung hielt nicht allzu lange: Kurz vor der Halbzeit konnten die Krefelder noch per Freistoß ausgleichen. In der zweiten Halbzeit war es ein ähnliches Bild, wie in der ersten. Kein wirklich mega schönes Spiel, aber kämpferisch (vor allem von Seiten HöNies aus) sehr gut anzusehen. In der 63. Minute ergab sich dann eine Kuriosität, die ich von meiner Position aus nicht wirklich nachvollziehen konnte. Ein Spieler vom KFC (mit dem nicht ganz unbekannten Namen Charles Takyi (114 Spiele in der 2. BL und 25 in der ersten mit u.a. dem FC St. Pauli)) bekam kurz bevor er eingewechselt wurde die rote Karte. Im Spielbericht stand später Schiedsrichterbeleidigung, was da genau war, war aber von der anderen Seite des Spielfeldes schwer zu erkennen. Spiel ging 11 gegen 11 weiter (Takyi war ja noch nicht eingewechselt) und es ging weiter wie davor. Bis zur dritten Minute der Nachspielzeit: der KFC erkämpft sich hinten den Ball, verliert ihn aber in der Vorwärtsbewegung, was ein Stürmer von HöNie eiskalt nutzt und den Ball am Torwart vorbei ins Tor schießt. Ekstase pur an der Düffelsmühle. Kurz danach hat der Schiedsrichter auch die Partie beendet. Am Ende ein durchaus glücklicher, aber sehr stark erkämpfter Heimsieg des immer noch Abstiegsbedrohten SV Hönnepel-Niedermörmter.

FB-Fotoalbum: https://www.facebook.com/pg/Tikus09Blog/photos/?tab=album&album_id=1118758171562061

13.04.2017: ESC Rellinghausen – SF Niederwenigen

13.04.2017
Manfred-Scheiff-Stadion
ESC Rellinghausen – SF Niederwenigen 0:2
Landesliga Niederrhein Gruppe 2
Zuschauer: 190 (Auslastung: 4,75%) // Gäste: ~55 (28,75%)

Das Manfred-Scheiff-Stadion (ehemalig BZA Am Krausen Bäumchen)

Gründonnerstag bietet sich jedes Jahr gut an, einen Ground aus der Nähe mitzunehmen. Ab der Regionalliga abwärts gibt es fast in jeder Liga Spiele, so auch in der Landesliga Niederrhein Gruppe 2. Wir entschieden uns zum Manfred-Scheiff-Stadion in der BZA Am Krausen Bäumchen in Essen zu fahren. Also ab mit der Bahn nach Essen und von dort aus mit der Straßenbahn weiter bis zur Haltestelle Zeche Ludwig, welche direkt am Haupteingang des BZA ist. Die BZA besteht aus einem Stadion mit Kunstrasen und zwei Tribünen auf der Hauptgerade. Eine dieser beiden Tribünen ist überdacht und mit fünf Reihen Sitzschalen ausgestattet, die andere bietet ebenfalls fünf Reihen, allerdings unüberdachte Stehplätze. Ansonsten bietet das Stadion mit einer Aschebahn noch genug Möglichkeiten, sich als Zuschauer das Spiel anzusehen. Neben dem Stadion gibt es noch einen zweiten Kunstrasenplatz und einen kleineren Ascheplatz, die beide ohne nennenswerten Ausbau daher kommen.

Sitzplätze

Im Gegensatz zu der Anlage war das Spiel jedoch weniger interessant. In der ersten Halbzeit gab es wenig Torchancen und keine davon war wirklich gut. In der 70. Minute gab es dann einen Freistoß für Rellinghausen, wofür ich auf dem Weg zur Toilette sogar noch stehen geblieben bin, um ihn mir anzugucken… er war ähnlich gut wie alles, was davor gezeigt wurde, also bin ich weiter gegangen. An der Toilettentür angekommen, hörte ich die Gästefans jubeln… 0:1 und ich habe es nicht gesehen. Anschließend drängte Rellinghausen auf den Ausgleich, fing sich dann aber noch kurz vor Schluss das 0:2 ein. Die Gäste aus Hattingen (btw. der einzige Verein der Stadt, der im Verband Niederrhein (Kreis Essen) und nicht in Westfalen spielt) waren an diesem Abend einfach effektiver.

Mehr Fotos: https://www.facebook.com/pg/Tikus09Blog/photos/?tab=album&album_id=1116931945078017

02.04.2017: Holzwickeder SC – SC Neheim

02.04.2017
Emscherstadion
Holzwickeder SC – SC Neheim 2:2
Westfalenliga Staffel 2
Zuschauer: 250 (Auslastung: 5,00%) // Gäste: 15 (6,00%)

Die Tribüne des Holzwickeder Emscherstadions.

Länger her, seit meinem letzten Westfalenliga Staffel 2 Spiel (das letzte war am Sportplatz am Hallenbad SV Brackel 06 gegen BV Westfalia Wickede 1910, in der Parallelstaffel war ich im Dezember bei SV Schermbeck gegen FC Viktoria Heiden am Waldsportplatz zuletzt unterwegs). Wurde also mal wieder Zeit, einen Ground in dieser Liga abhaken zu können und warum dann nicht gleich einen, der noch reelle Chancen hat, nächste Saison Oberliga zu beheimaten? Also ab nach Holzwickede, welches mit dem Zug von Dortmund ungefähr ein Dortmunder Kronen Export entfernt liegt (ja, man kann sowohl Zeit- als auch Streckeneinheiten mit Bier angeben!). Vom Bahnhof aus muss man dann nur noch drei mal hinfallen und schon hat man das Emscherstadion, welches seit einiger Zeit den Namen des benachbarten Konzerns (laut wikipedia noch bis zum Ende dieser Saison). In diesem Stadion trägt die U19 des BVB auch seine UEFA Youth League Heimspiele aus.

Das Stadion bietet mit einer Tribüne auf der einen Seite und ein paar Stufen auf der anderen Seite knapp 5.000 Zuschauern Platz (Quelle, wie immer: europlan-online.de). Die beiden Kurven sind ohne Ausbau. Zwischen den Zuschauerrängen und dem Rasenplatz befindet sich noch eine Aschelaufbahn.

Die Gegengerade (Bilder senkrecht oder horizontal machen kann jeder).

Die Gäste aus Arnsberg-Neheim schlossen die Hinrunde mit gerade einmal 10 Punkten aus 15 Spielen als letzter ab, haben jedoch in den sieben Rückrundenspielen vor dem heutigen Spiel 18 Punkte geholt und sind damit das beste Team der WL2-Rückrunde und haben sich so unten raus gearbeitet. Holzwickede liegen insgesamt auf Platz 2 der Tabelle und wollten den Anschluss an Westfalia Herne nicht verlieren. Die Howis waren auch vom Anpfiff an das bessere Team und gingen nach knapp einer viertel Stunde verdient in Führung. Anschließend blieb der HSC zwar spielbestimmend, aber auch Neheim hatte ein paar gute Chancen. Jedoch waren die der Heimmannschaft besser, sodass man kurz vor dem Pausenpfiff auf 2:0 erhöhen konnte. Den Wiederanpfiff verpennten die Howis aber komplett, sodass dem SC Neheim vier Minuten in der zweiten Halbzeit ausreichten, um auf 2:2 zu stellen. Dabei half ihnen ein Eigentor eines HSC-Verteidigers. Im weiteren Verlauf gab es dann noch ein paar kleinere Chancen, aber nichts was ein Tor verdient hätte. Das Endergebnis von 2:2 ging somit völlig in Ordnung.

FB-Fotoalbum: https://www.facebook.com/pg/Tikus09Blog/photos/?tab=album&album_id=1105451782892700