Zusammenfassung und Statistik 2016

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen, also wird es Zeit dieses Jahr mal ein wenig Revue passieren zu lassen. Normalerweise sehe ich das Fußballjahr als Juli-Juli-Zyklus (also passend zur jeweiligen Saison), aber ich will dennoch kurz das Jahr als ganzes  Zusammenfassen, da es das erste richtige Groundhoppingjahr für mich war. Also los:

  • Besuchte Spiele insgesamt: 74
  • Pflichtspiele des BVB: 18
  • Ligaspiele der U23 des BVB: 17
  • Testspiele BVB: 2
  • Testspiele der U23 des BVB: 3
  • Spiele der BVB U19: 1
  • Spiele der BVB U17: 1

 

  • Spiele ohne BVB-Beteiligung: 32
  • Davon Regionalliga West: 3
  • Oberliga Niederrhein: 11
  • Oberliga Westfalen: 2
  • Westfalenliga Staffel 1: 1
  • Westfalenliga Staffel 2: 4
  • Niederrheinpokal: 2
  • Kreispokal Vorpommern-Greifswald: 1
  • U19-Bundesliga West: 1
  • U17-Bundesliga West: 1
  • U19-Kreispokal Essen: 1
  • Sonstige Tests: 2
  • Non-League: 3

Dazu kommen jetzt ein paar Statistiken:

  • Zuschauer: 1.346.843 (Auslastung: 74,46% bei einer Gesamtkapazität von 1.808.927)
  • Tore: 232 (116:116)/Durchschnitt pro Spiel: 3,14 (1,57:1,57)
  • Grounds: 44 (davon neu: 36… kommt mir jetzt gerade irgendwie zu wenig vor, aber die Statistik lügt nicht.)
  • Städte: 19
    1. Dortmund (33 Spiele, 7 (4 neue) Grounds)
    2. Essen (5 Spiele, 5 (3 neue) Grounds)
    3. Bochum (3 Spiele, 3 (2 neue) Grounds)
  • Teams: 90
    1. Borussia Dortmund & Borussia Dortmund II: je 20 mal
    2. Essener TB Schwarz-Weiß, SSVg Velbert, FC Bayern München, Ratinger SpVg Germania 04/19, SG Wattenscheid 09: je 3 mal

Joa… mehr fällt mir jetzt nicht ein, deswegen soll es das an Statistiken auch gewesen sein. 😀

04.12.2016: FC Brünninghausen 1927 – SuS 09 Neuenkirchen

04.12.2016
Sportplatz am Homburchsfeld
FC Brünninghausen 1927 – SuS 09 Neuenkirchen 2:4
Oberliga Westfalen
Zuschauer: 75 (Auslastung: 2,86%)/Gäste: 3 (4,00%)

Sportplatz am Hombruchsfeld mit Vereinsheim des FC Brünninghausen.

Sportplatz am Hombruchsfeld mit Vereinsheim des FC Brünninghausen.

Sonntag ging es nach Dortmund, um den zweiten der beiden dortigen Oberligisten zu besuchen. Der FC Brünninghausen ist letztes Jahr aus der Westfalenliga aufgestiegen und kämpft in der Oberliga um den Klassenerhalt. Momentan liegen sie sechs Punkte vor dem Stadtrivalen ASC 09, welcher auf dem ersten Abstiegsplatz steht. Am Sonntag war SuS Neuenkirchen zu Gast am Schulzentrum und beim FCB hat man sich Punkte erhofft.

Eintrittskarte, vereiste Laufbahn und (mal wieder) eine Eckfahne

Eintrittskarte, vereiste Laufbahn und (mal wieder) eine Eckfahne.

Gerade ein mal 75 Zuschauer fanden an diesem kalten, aber sonnigen Sonntag den Weg zum FC Brünninghausen. Zugegeben, der Weg ist auch nicht so leicht, der Platz liegt hinter Schulgebäuden, aber das dürfte kein Grund sein. Parallel in Aplerbeck verfolgten 330 Zuschauer das Spiel des ASC 09, daher kann es wohl auch nicht am Wetter gelegen haben…noch enttäuschender war nur die Anzahl der Gäste: 3! In der Oberliga. Selbst bei über 80 km Entfernung kann man in der Oberliga mehr erwarten finde ich.

Aber durch die wenigen Zuschauer konnte man sich wenigstens frei bewegen und Fotos machen. Der einzige Ausbau an dieser Anlage ist eine fünfreihige Sitztribüne, die gerade groß genug ist, um mit weißen Sitzschalen FCB zu schreiben. Direkt daneben befindet sich das Vereinsheim mit Wintergarten, welcher während der Spiele wahrscheinlich als VIP-Loge dient, aber keine Ahnung, ich war nicht im Vereinsheim. Mehr hat die Anlage auch nicht mehr zu bieten.

Das Spiel war sehr abwechslungsreich, auch wen SuS über fast die komplette Zeit das bessere Team war. Gerade einmal die Anfangsphase war Brünninghausen etwas besser und belohnte sich auch nach 10 Minuten mit dem 1:0. In einer eins-gegen-eins-Situation behielt der Stürmer einen klaren Kopf und netzte ein. Allerdings stand es nach 15 Minuten schon nur noch 1:2. Doppelschlag der SuS. Und diese hätten vor der Pause noch auf 1:3 erhöhen können, scheiterten aber am Pfosten. Kurz nach der Pause lag der Ball dann aber zum 1:3 im Netz. Ein Fernschuss sorgte nach 50 Minuten schon für die Vorentscheidung. Zwar konnte Brünninghausen noch mal auf 2:3 verkürzen, aber kurz danach fiel auch schon das 2:4. Brünninghausen hat mit drei gefährlichen Aktionen zwei mal getroffen und ein mal den Pfosten getroffen, aber das reichte am Ende nicht mal für einen Punkt.

Mehr Fotos: https://www.facebook.com/pg/Tikus09Blog/photos/?tab=album&album_id=1010310715740141

03.12.2016: SV Schermbeck – FC Viktoria Heiden

03.12.2016
Waldsportplatz Im Trog
SV Schermbeck – FC Viktoria Heiden 3:1
Westfalenliga Staffel 1
Zuschauer: 60 (Auslastung: 1,76%)/Gäste: ~25 (41,66%)

Haupttribüne von der Gegengerade aus.

Haupttribüne von der Gegengerade aus.

Hach ja… Amateurfußball und Winter… neverending love story. Ursprünglich wollte ich am Samstag nämlich nicht mach Schermbeck fahren, sondern die Amateure des BVB mit nach Siegen begleiten. Da Siegen im Sauerland liegt, ist dort scheinbar ab Dezember aber nicht mehr an Fußball spielen zu denken, sodass am Freitag bekannt gegeben wurde, dass das Spiel ausfällt. Also kurzfristig umplanen. Da ein Samstag gefüllt werden sollte und ich auch keine Lust hatte, noch eine längere Zugfahrt zu planen, fiel die Entscheidung auf Schermbeck im Kreis Wesel. Also ab mit der Bahn nach Dorsten und von dort mit dem Bus weiter nach Schermbeck. Noch ein paar hundert Meter bis zum Stadion laufen und schon war ich dort. Ein Ground, der früher den Namen Waldsportplatz trug und heute den Namen einer Bankgesellschaft mit dem Anhängsel „Arena“. Zumindest als Stadion kann man diesen Ground inzwischen durchaus bezeichnen, da sich auf beiden Geraden ein Ausbau befindet.

Ein kleiner Teil der Haupttribüne.

Ein kleiner Teil der Haupttribüne.

Die überdachte Tribüne, welche über circa die Hälfte der Spielfeldlänge mit fünf Reihen Sitzschalen ausgestattet ist, welche auf beiden Seiten von Stehplätzen umgeben sind, sehe ich mal als Haupttribüne. Die Gegengerade besteht bis auf einen kleinen Bereich aus unüberdachten Stehplätzen. In einer Ecke der Gegengerade sind drei überdachte kurze Sitzreihen. Das ist noch ein Überrest von dem ehemaligen Gästeblock, welcher jetzt in der Westfalenliga nicht mehr benötigt wird. Auch wenn das alles noch nicht so sonderlich alt ist, sieht es teilweise sehr runtergekommen aus. Das liegt aber wohl an der primitiven und billigen Bauweise. Zwischen den Zuschauerrängen und dem Spielfeld befindet sich eine Aschelaufbahn, welche man als Zuschauer nutzen muss, um von einer Tribüne zur anderen zu gelangen.

Das Spiel – dank Parallelansetzung zur Bundesliga (vor allem Dortmund und Schalke) vor sage und schreibe 60 Zuschauern (davon etwa die Hälfte aus Heiden) – hatte zwei grundverschiedene Halbzeiten. In der ersten Halbzeit waren die Gäste das deutlich bessere Team und hätten bis zur Pause zwei bis drei Tore schießen müssen. Jedoch stand es zur Halbzeit nur 0:1 und bei diesem Tor handelte es sich noch um einen glücklich abgefälschten Schuss. Nach der Pause ging es dann hauptsächlich in die andere Richtung. Quasi mit dem Wiederanpfiff schoss Schermbeck das 1:1 und hatte in der Folge auch die deutlich besseren Chancen. Zwar hatte Heiden noch einen Strafstoß (ob berechtigt oder nicht kann ich nicht sagen, da mein Blick auf die Aktion durch mehrere Spieler verdeckt war, handelte sich aber wohl um ein Handspiel), dieser wurde aber schwach geschossen und konnte so vom Torwart des SVS geklärt werden. Circa eine Viertelstunde vor dem Abpfiff fiel dann das 2:1, welches nicht unverdient war. In der letzten Minute gab es dann, nach langem Zögern des Schiedsrichters, auch noch einen Handelfmeter für Schermbeck. Meiner Meinung nach die richtige Entscheidung und gut gesehen vom Linienrichter. Jedoch wäre es in dem Fall auch meiner Meinung nach eine Rote Karte gegen den Abwehrspieler der Viktoria Heiden gewesen, da er mit der Hand ein klares Tor verhindert. Darauf verzichtete der Schiedsrichter, der insgesamt einen guten Job gemacht hat. Durch diesen Strafstoß fiel dann auch das 3:1 und somit die Entscheidung. Letzten Endes wohl ein Tor zu hoch, aber ein verdienter Sieg der Schermbecker, die sich damit etwas Luft im Abstiegskampf verschafft haben.

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27.11.2016: VfB Homberg – TV Jahn Hiesfeld

27.11.2016
Stadion an der Rheindeichstraße
VfB Homberg – TV Jahn Hiesfeld 1:1
Oberliga Niederrhein
Zuschauer: 380 (Auslastung: 7,60%)/Gäste: ~50 (13,16%)

Die Tribüne des Stadions an der Rheindeichstraße

Die Tribüne des Stadions an der Rheindeichstraße

Direkt nach meinem Besuch der Essener Oststadt fuhr ich mit der S1 nach Duisburg. VfB Homberg gegen TV Jahn Hiesfeld hieß die Oberligabegegnung meiner Wahl. Und kaum in Homberg angekommen, hatte ich Grund zu meckern… wieso zur Hölle sind Frauen ermäßigt, Studenten aber nicht? Kann man mir das mal erklären? Naja, jetzt war ich da und hab dann halt den Vollzahlerpreis bezahlt.

Auf der Tribüne

Auf der Tribüne.

Das Stadion an der Rheindeichstraße, welches seit seiner Eröffnung im Jahr 2003 offiziell den Namen des Hauptsponsors des VfB trägt, bietet Platz für 3000 Zuschauer. 900 überdachte Sitzplätze auf der Haupttribüne, unter welcher sich auch Vereinsheim und Co. befinden, der Rest als unüberdachte Stehplätze auf den Stufen neben der Haupttribüne und der Gegengerade. Hinter den beiden Toren befinden sich mit Gras bewachsene Erdwälle.

Das Spiel des guten Aufsteigers gegen krieselnde Hiesfelder schien sich früh in die erwartete Richtung zu entwickeln. In der neunten Minute schoss der VfB nach einer schönen Einzelaktion das 1:0. Hiesfeld spielte zwar gut mit, aber gefährliche Szenen waren fast nur bei den Gastgebern zu sehen. Dennoch ging es nur mit 1:0 in die Kabine. Nach Wiederanpfiff waren die Mannschaften wie vertauscht. Hiesfeld nun gefährlicher und nach knapp 60 Minuten auch mit dem verdienten Ausgleichstreffer. Danach gab es auf beiden Seiten noch ein paar sehenswerte Aktionen, aber am Ende trennte man sich mit einem gerechten 1:1. Auch wenn einige Homberg-Anhänger das auf der Tribüne wohl anders gesehen haben… aber die hatten sowieso an diesem Tag an allem was zu meckern.

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