23.10.2016: Hammer SpVg – TuS Erndtebrück

23.10.2016
Mahlbergstadion
Hammer SpVg – TuS Erndtebrück 0:0
Oberliga Westfalen
Zuschauer: 621 (Auslastung: 7,31%)/Gäste: ~50 (8,05%)

Die neue Tribüne des Mahlbergstadions.

Die neue Tribüne des Mahlbergstadions.

„Mein Gott, sind wir hier im Sandkasten?“

Spitzenspiel der Oberliga Westfalen. Der Tabellenführer bekommt Besuch von den nur zwei Punkte hinter ihnen liegenden Regionalliga Absteigern aus dem Wittgensteiner Land. 620 weitere Zuschauer kamen an diesem sonnigen, Sonntag auch auf die Idee, das Spiel zu besuchen. Anteilmäßig würde ich sagen, dass 20% davon Hammer Pöbelopas waren…

Die Anzeigetafel, die nichts anzeigt.

Die Anzeigetafel, die nichts anzeigt.

Ich finde Pöbelopas ja durchaus amüsant, vor allem wenn diese dann auch in ihren Pöbeleien zeigen, dass sie Ahnung von der Sportart, die sie da schauen haben. Viele der älteren Herren in meiner Nähe hatten dies auch. Diese haben auch öfter mal die Schiri-Entscheidungen gegen ihre Mannschaft lautstark kritisiert, auch wenn der einzige schwarz-gelbe auf dem Feld eigentlich richtig lag. Damit hab ich soweit auch kein Problem. Jedoch war ein Herr ein paar Reihen weiter hinten ein Beispiel für diese Art von Pöbelopa, den ich nicht mag. Jede, wirklich jede Aktion, in der ein Erndtebrücker gefallen ist (egal ob klares Foul eines Hammers oder nicht), wurde lautstark als Schwalbe abgetan und die Spieler als Weicheier abgestempelt. Das Zitat unter dem großen Bild stammt von ihm und es war nicht das einzige mit „Sandkasten“. Vielleicht hat er ja auch nur seinen Sandkasten vermisst… man wird es nie herausfinden. Aber andersrum war auch jede Aktion, in der ein Hammer zu Fall gebracht wurde, seiner Meinung nach ein so schweres Foul, dass der Schiri dem Erndtebrücker am besten  direkt die Rote Karte hätte geben sollen… irgendwann wurd das ganze mir zu viel und ich war immer mehr von diesem Typ genervt. So krass war auch vorher noch nie jemand bei einem Spiel, das ich gesehen habe.

„Jetzt müssen wir uns halt so langsam warm machen.“ – Pöbelopa (~70 Jahre) vor uns während der dritten Verletztung.

Auch eine große Anzahl an Zuschauern kam aus Erndtebrück, wobei diese bis auf die blauen Fanklamotten eher unauffällig waren (ich schätze knapp 150). Für diese hat sich die weite Anfahrt aber nicht wirklich gelohnt. Das Spiel war deutlich schwächer, als man es erwartet hätte. Die Hammer hatten dazu auch noch Pech und mussten in der ersten Halbzeit drei mal einen verletzten Spieler auswechseln. Ein paar interessante Aktionen in den Strafräumen gab es schon, aber nur sehr wenig wirklich gefährliches.

Ein interessantes Stadion, welches mit der einen moderen Teiltribüne (die noch jünger ist als der von mir ignorierte Sponsorenname des Stadions) einen Anfang für einen geplanten großen Ausbau angefangen hat. Falls es irgendwann mal weiter ausgebaut werden sollte, werde ich wohl noch mal nach Hamm fahren, um zu sehen, wie sie diese interessante Bauart weiter führen.

Weitere Fotos: https://www.facebook.com/Tikus09Blog/photos/?tab=album&album_id=968181776619702

22.10.2016: BV Westfalia Wickede – TuS 05 Sinsen

22.10.2016
Neues Pappelstadion
BV Westfalia Wickede – TuS 05 Sinsen 2:2
Westfalenliga Staffel 2
Zuschauer: 150 (Auslastung: 3,75)/Gäste: ~25 (16,67%)

Die Tribüne mit Stadionname vom Eingang aus.

Die Tribüne mit Stadionname vom Eingang aus.

Nach dem (regelmäßigen) Besuch der Amateure des BVB in der Roten Erde ging es zum Neuen Pappelstadion des BV Westfalia Wickede. Samstag Abend, 18 Uhr… eine ungewöhnliche Zeit für die Westfalenliga, aber ich habe mich gefreut, weil ich so ein weiteren Ground an diesem Wochenende machen konnte. Der neue Platz der Westfalia steht seit 2007, davor wurde etwa ein Kilometer weiter im Norden, und damit auch deutlich zentraler in Wickede, im (alten) Pappelstadion gespielt. Die neue Anlage am Fränkischen Friedhof liegt zwischen Feldern und Flughafen, was die Verbindung von der S-Bahn-Station zum Platz mit öffentlichen Verkehrsmitteln quasi unmöglich macht. Also ging es per pedes zum Platz. Um 17:53 Uhr, also passend zum Anpfiff, angekommen, ging es erstmal zum Imbissstand (mit überdachtem „Kundenvorraum“ mit Fenster in Richtung des Platzes). Die Currywurst war hervorragend.

Die Tribüne von der Seite

Die Tribüne von der Seite.

Anschließend rüber zur Tribüne und das Spiel verfolgt. Es war kein wirklich schlechtes Spiel, aber die Torschüsse waren zum größten Teil so ungefährlich, dass nicht wirklich Spannung aufkam. Kurz vor der Halbzeit kam es dann zu einem Strafstoß für die Gastgeber. Ob dieser berechtigt war oder nicht konnte ich aus meiner Position nicht wirklich sagen, aber es stand plötzlich 1:0. Doch nur wenige Sekunden später lag der Ball wieder im Netz. Dieses mal auf der anderen Seite. Mit 1:1 ging es in die Pause und es war meiner Meinung nach ein verdientes Ergebnis bis da hin. Die zweite Halbzeit war sehr ähnlich zur ersten und hatte wieder zwei späte Tore zu bieten. 2:2 war der Endstand. Viel mehr gibt es eigentlich auch nicht mehr zu sagen. Gerade ein mal offiziell 100 (geschätzt ca 30-50 mehr) Zuschauer haben sich das Spiel angesehen. Lag wahrscheinlich auch mit an der Uhrzeit, da viele Samstags Abends was besseres zu tun haben, als sich die sechste Liga anzusehen… ich nicht. 😀

Mehr Fotos: https://www.facebook.com/Tikus09Blog/photos/?tab=album&album_id=968078296630050

16.10.2016: SSVg Velbert – VfB Homberg

16.10.2016
Stadion zur Sonnenblume
SSVg Velbert – VfB Homberg 2:3
Oberliga Niederrhein
Zuschauer: 280 (Auslastung: 4,47%)/Gäste: ~50 (17,86%)

Stadion zur Sonnenblume

Stadion zur Sonnenblume

„Der ist drin! Doch nicht… scheiße!“

Ein Stadion, welches ich eigentlich schon letztes Jahr im Dezember für die Regionalliga-Partie der SSVg Velbert gegen die U23 des BVB aufsuchen wollte. Witterungsbedingt musste das Spiel verschoben werden und fand im April an einem Tag statt, an dem ich einen anderen Termin hatte… doof gelaufen. Da ich aber sowieso vor hatte, die Oberliga Niederrhein zu komplettieren und Velbert so gut in die „Kreis Mettmann-Woche“ (Sonntag 09.10. Ratingen, Mittwoch 12.10. Hilden, Samstag 15.10. Baumberg bzw. Monheim/Rhein) passte, habe ich das Spiel gegen den (immerhin auch schwarz-gelben) VfB Homberg für diesen Sonntag auf dem Plan stehen gehabt. Anreise mit Bus und Bahn ist zwar mies, aber das Stadion entschädigt dafür.

Heimstehplätze

Heimstehplätze

Das Ende der 1960er Jahre erbaute Stadion wirkt bis auf einige Kleinigkeiten wie in der Zeit stehen geblieben. Gerade einmal die Sitzschalen im überdachten Teil der Haupttribüne wirken moderner. Rund um das in einem Tal gelegene Stadion stehen unzählbar viele Bäume, was sich schön in das Gesamtbild des Stadions einfügt.

Auch das Spiel war sehenswert, vor allem weil der Außenseiter aus Homberg gut spielte und sogar mit einer verdienten 2:0-Führung in die Halbzeit ging. Auch die zweite Halbzeit war es ein gutes Spiel, wobei Velbert jetzt die bessere Mannschaft war. Half nur nichts, weil nach knapp 60 Minuten hieß es 0:3. Zitat eines Homberg-Fans kurz danach: „Also das Unentschieden sollte jetzt sicher sein.“. Und, er behielt zumindest mit seiner Vorahnung, dass es noch mal eng wird, recht, denn die Velberter trafen noch zwei mal danach und machten jede Menge Druck. Dennoch konnte der Aufsteiger aus Homberg am Ende feiern, weil den Velbertern am die Zeit ausging. Insgesamt würde ich sagen, dass das Ergebnis nicht unverdient war, auch wenn es am Ende genauso gut auch ein Unentschieden hätte sein können.

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15.10.2016: Sportfreunde Baumberg – Ratinger SpVg Germania 04/19

15.10.2016
Sportanlage Sandstraße
Sportfreunde Baumberg – Ratinger SpVg Germania 04/19 1:3
Oberliga Niederrhein
Zuschauer: 85 (Auslastung: 5,67%)/Gäste: ~20 (23,53%)

Das Vereinsheim der SF Baumberg auf der Südseite des Fußballplatzes

Das Vereinsheim der SF Baumberg auf der Südseite des Fußballplatzes

Eigentlich bin ich ja ein Verfechter der „sponsorenfreien Stadionnamen“… in Monheim am Rhein konnte ich aber nicht auf den Sponsorennamen verzichten, weil MEGA-Stadion einfach auf eine paradoxe Art und Weise zu diesem Fußballplatz passt. Der Platz, bzw. wie es im Namen heißt „Stadion“, hat nämlich nicht wirklich viel zu bieten. Auf drei Seiten der Kunstrasenanlage ist ein Gang, der als Stehplätze dient. Dieser Gang liegt etwas höher und ist mit L-Steinen vom Platz abgegrenzt. Dadurch wird dem Zuschauer von dort oben ein guter Blick auf das Spielfeld ermöglicht. Auf der einen übrig gebliebenen Seite des Platzes befinden sich Grillbude und Vereinsheim mit Terrasse.

Der "Gang"

Der „Gang“

Im Vereinsheim gibt es Pils, Alt UND Kölsch (ich wusste gar nicht, dass man die letzten beiden Biere zusammen in einem Haus haben darf 😀 ), was für mehr als ausreichend Auswahl sorgt. Und bei gerade mal 85 Zuschauern hat man sein Bier auch immer schnell bekommen.

Das Spiel selbst war weniger spannend, weil der Favorit aus Ratingen schon nach wenigen Minuten durch einen Handelfmeter in Führung gingen. Zur Pause stand es dann zwar „nur“ 1:2, jedoch waren die Ratinger meiner Meinung nach die ganze Zeit das bessere Team. In der zweiten Halbzeit änderte sich dies ein wenig und die Baumberger hatten einige Großchancen, die sie allerdings ungenutzt ließen. Der einzige Treffer in der zweiten Halbzeit gelang allerdings wieder den Ratingern, so dass das Spiel mit 1:3 endete.

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12.10.2016: VfB 03 Hilden – SSVg Velbert

12.10.2016
Sportanlage Hoffeldstraße
VfB 03 Hilden – SSVg Velbert 1:4
Oberliga Niederrhein
Zuschauer: 230 (Auslastung: 11,50%)/Gäste: ~35 (15,22%)

Sportanlage Hoffeldstraße

Sportanlage Hoffeldstraße

Ich mag die Atmosphäre bei Flutlichtspielen sehr gerne, jedoch ist es immer doof, bei diesen Spielen Fotos zu machen. Entweder sieht man nichts, oder sie sind überbelichtet, daher wird es von diesem Spiel auch nicht viele Bilder geben.

Da am Wochenende Verbandspokalspiele stattfanden, gab es diese Woche einige Flutlichtspiele in der Oberliga Niederrhein. Unter anderem ein Spiel, welches im Pokal vier Tage vorher schon einmal gespielt wurde. Velbert zu Gast in Hilden. Im Pokal konnten die Hildener sich mit 3:1 durchsetzen und die Velberter drängten auf eine Revanche. Von den etwa 230 Zuschauern  kamen schätzungsweise 40 aus Velbert, um ihre Mannschaft anzufeuern, man hat allerdings nur die circa 10 Hildener gehört, die sich selbst „Ultras“ nennen und unaufhörlich mit Gesang ihr Team zum Sieg bringen wollte.

Flutlichtspiele sind nichts für meine Handykamera.

Flutlichtspiele sind nichts für meine Handykamera.

Der größte Teil der Zuschauer befand sich auf der „Haupttribüne“, eine kleine Stufentribüne, welche nach hinten von einem Erdwall begrenzt wird. Die Gegengerade und sie südliche Hintertorseite bestehen nur aus einem schmalen Weg und einem Erdwall. An der nördlichen Seite befindet sich das Vereinsheim des VfB und eine recht große Terrasse, die als Eingangsbereich auf die Anlage dient. Im Großen und Ganzen bietet die Anlage eigentlich nicht viel besonderes, auch wenn das Vereinsheim sehr stylisch modern ist.

Ich habe das Spiel vom Erdwall der Gegengerade aus verfolgt. Anfangs war Hilden besser, verpasste es aber ein Tor zu erzielen und gab das Spiel immer mehr aus der Hand. Velbert war da deutlich effektiver und ging in der 21. Minute in Führung. Kurz vor der Pause glich Hilden aus und es ging mit einem insgesamt verdienten 1:1 in die Pause. Aus dieser kam Hilden wieder etwas besser, konnte aber wieder die Chancen nicht nutzen. Anschließend ging es längere Zeit hin und her, bis nach 70 Minuten der Kapitän der Velberter mit Gelb-Rot duschen geschickt wurde. Danach hat Hilden in Überzahl nicht mehr wirklich etwas hin bekommen und Velbert war deutlich besser. Am Ende hieß es 1:4… meiner Meinung nach fiel der Sieg ein Tor zu hoch aus, war aber vollkommen verdient.

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09.10.2016: Ratinger SpVg Germania 04/19 – FC Kray

09.10.2016
Stadion Ratingen
Ratinger SpVg Germania 04/19 – FC Kray 2:1
Oberliga Niederrhein
Zuschauer: 246 (Auslastung: 2,46%)/Gäste: ~100 (40,65%)

Die Haupttribüne

Die Haupttribüne

Nach dem Pokal ist vor der Oberliga. Zum Glück für uns, dass die Oberliga-Mannschaften, die vor dem Achtelfinale des Pokals diesen Wettbewerb bereits verlassen mussten, ihre Ligaspiele trotz Pokal an diesem Wochenende spielen. So standen die Partien Kapellen-Erft gegen Bocholt und Ratingen gegen Kray zur Vervollständigung der Oberliga Niederrhein zur Wahl. Die Wahl fiel auf Ratingen. Immerhin ein Spiel, in dem ein paar Gästefans mitkommen.

Der Eingang im Obergeschoss mir Wendeltreppe und Brücke als Zugang.

Der Eingang im Obergeschoss mir Wendeltreppe und Brücke als Zugang.

An der Haltestelle Stadion in Ratingen aus dem Bus ausgestiegen und den „Massen“ hinterher, zeigt das Stadion noch vor dem Betreten seine erste Besonderheit. Der Eingang befindet sich oben in der Tribüne und wird durch eine Wendeltreppe und Fußgängerbrücke erst zugänglich gemacht. Bei mehr Zuschauern als in der Oberliga gibt es bestimmt auch noch andere Eingänge, weil dieser eine dann doch etwas klein und schmal wäre. Das Stadion selbst hat eine Kapazität von 5.000 Zuschauern und war an diesem Spieltag mit 246 Zuschauern zu immerhin circa 5% gefüllt. Bis auf etwa 15 Ratinger, die auf der Gegengerade mit Trommeln und Gesang immer mal wieder ihr Team unterstützt haben, haben sich alle Zuschauer auf der Haupttribüne aufgehalten. Klar, auf dieser Seite gab es ja auch Getränke und Würstchen… wobei es die Würstchen nur gab, bis ich mir eines geholt habe… weil gegen Ende der Halbzeitpause kann man schon mal keine Wurst mehr haben. Naja, ich hatte Glück und habe die letzte Wurst des Tages bekommen.

Das Spiel war nicht gerade das beste Spiel, welches ich jemals gesehen habe. Nach zwei recht frühen Toren (11. und 16. Minute) plätscherte es eher in Richtung schwaches 1:1, was den Krayer Fans, welche ein paar Meter entfernt standen, schon nicht wirklich gefallen hat. Als Absteiger aus der Regionalliga jetzt auf einem Abstiegsplatz der Oberliga zu stehen, das haben sie sich wirklich anders vorgestellt. Das führte leider auch dazu, dass das Niveau ihrer Bemerkungen mehr und mehr verschwand. Anfangs waren es noch durchaus „witzige und akzeptable“ Pöbeleien, später wurden „Zigeuner“-Rufe und ähnliches hörbar. Besonders noch mal, nachdem dann der Siegtreffer für Ratingen gefallen ist. Sorry, aber sowas will ich in einem Stadion nicht hören! Leider ist es in den unterklassigen Ligen schwer, die Leute raus zu picken, die sowas gerufen haben, aber ich wünsche mir trotzdem, dass die Vereine, egal in welcher Liga und egal wie groß die Fanszene ist, etwas gegen den Rassismus ihrer Fans unternehmen.

Stadion und Heimfans (auf der Haupttribüne hauptsächlich die üblichen Amateurfußball-Rentner) allerdings waren sehr cool, sodass ein Besuch in Ratingen gelohnt hat.

Weitere Fotos: https://www.facebook.com/Tikus09Blog/photos/?tab=album&album_id=956654494439097

08.10.2016: SC Union Nettetal – SC Düsseldorf-West

08.10.2016
Christian-Rötzel-Kampfbahn
SC Union Nettetal – SC Düsseldorf-West 1:2
Niederrheinpokal
Zuschauer: 200 (Auslastung: 5,71%)/Gäste: ~70 (35%)

Die Haupttribüne von der Gegengerade aus.

Die Haupttribüne von der Gegengerade aus.

Länderspielpausen sind scheiße, aber zum Glück gibt es ja den Amateurfußball und dort in der Nähe auch noch genug Grounds, die darauf warten von mir besucht zu werden. Samstag Abend zum Beispiel wurde in der Christian-Rötzel-Kampfbahn in Nettetal das Achtelfinale des Niederrheinpokals statt. Gegner der heimischen Landesligisten der SC Union war ein Oberligist aus der Landeshauptstadt, SC Düsseldorf-West.

Anzeigetafel mit Sitzplätzen für den Vorstand.

Offensichtlich stand dieses Spiel auch noch bei einigen anderen Groundhoppern auf dem Zettel, denn vor dem Spiel, bei der Fotorunde durch das Stadion, hat man einige Leute mit ihren Handys Bilder machen sehen. So hat sich beispielsweise vor der Anzeigetafel eine Gruppe gebildet, die diese Konstruktion (siehe Bild rechts) fotografiert haben. Von den Zuschauern, deren Angabe zwischen 150 (fussball.de) und 200 (fupa.net) schwankt, eigener Schätzung nach aber eher noch mehr waren, waren gefühlt 10% erkennbar Groundhopper. Und diese sahen ein für den neutralen Fan schönes Spiel, in dem der „Underdog“ aus Nettetal früh in Führung gegangen ist und auch lange gut mithalten konnte, dennoch am Ende den Düsseldorfern mit 1:2 unterlag. Letzten Endes war dieses Ergebnis auch in Ordnung.

Ein Fehler jedoch war es, bei den Spielerfrauen und – viel schlimmer noch – Spielermüttern der Düsseldorfer sitzen zu bleiben… Gepöbel kann zwar lustig sein, aber in diesem Fall war es oftmals eher peinlich. Vor allem wenn das Spiel bis auf wenige Kleinigkeiten sehr fair ist und die Zuschauer an jeder Aktion irgendwas finden, was sie bemeckern und beleidigen können, ist es für mich persönlich nur noch zum fremdschämen. „Das ist mein Sohn, der schauspielert nicht!“ nach einem härteren, aber fairen Zweikampf, um nur ein Beispiel zu nennen.

Die Sitzschalen sind entweder aus dem alten Müngersdorfer Stadion oder aus dem alten Bökelbergstadion… ich habe beide Aussagen gelesen und beide bezogen sich auf Aussagen von Vereinsverantwortlichen. Letzten Endes ist es ja, zumindest mir als Anhänger keines der beiden Vereine, egal, aber es ist cool zu wissen, dass früher von diesen Sitzen aus Bundesliga geguckt wurde. Dadurch hat man leicht nostalgische Gefühle, wenn man in der Christian-Rötzel-Kampfbahn Fußball schaut. Insgesamt ein schönen Amateurstadion, welches durchaus einen Besuch wert ist.

Mehr Bilder: https://www.facebook.com/Tikus09Blog/photos/?tab=album&album_id=955977861173427