29.09.2016: FC Blau-Gelb Überruhr U19 – FSV Kettwig U19

29.09.2016
Bezirkssportanlage Überruhr Platz 2
FC Blau-Gelb Überruhr U19 – FSV Kettwig U19 0:2
A-Junioren Kreispokal Essen
Zuschauer: 15 (Auslastung: 1,00%)/Gäste: 7 (46,67%)

Der Kunstrasenplatz der FC Blau-Gelb Überruhr.

Der Kunstrasenplatz der FC Blau-Gelb Überruhr.

Die Tribüne am Rasenplatz blieb leider unbenutzt.

Die Tribüne am Rasenplatz blieb leider unbenutzt.

Endlich habe ich mal wieder Zeit gefunden, um hoppen zu gehen. Also fussball.de an und gucken, welche Spiele auf interessanten Grounds in der Nähe stattfinden. Das Kreispokalspiel der A-Junioren des FC Blau-Gelb Überruhr gegen die des FSV Kettwig war dort auf dem Rasenplatz der BSA Überruhr eingetragen. Hat mich ein wenig gewundert, da die Spiele der ersten Mannschaft von Blau-Gelb auf einem der beiden Kunstrasenplätze (der zweite wird von Teutonia Überruhr benutzt) stattfinden, aber dennoch habe ich dem Internet vertraut und bin nach Überruhr gefahren. Dort habe ich dann feststellen müssen, dass das Spiel wohl doch auf dem Kunstrasen stattfindet, da auf dem Rasenplatz Rugbymannschaften trainiert haben. Naja, dann halt Kunstrasen…

Die Kunstrasenanlage war eher nichts aussagen, da sie eigentlich nicht wirklich was zu bieten hatte als halt das Spielfeld. Nicht einmal Bänke standen am Rand (stehen die obligatorischen Kreisliga-Rentner das komplette Spiel?). Aber der Sonnenuntergang über Überruhr sorgte trotzdem für eine wunderbare Amateurfußballatmosphäre. So gefällt einem dann auch so ein nichts aussagender Platz.

Fußballromantik auf der Ruhrhalbinsel.

Fußballromantik auf der Ruhrhalbinsel.

Mit 15 Zuschauern ist dieses Spiel bisher mein negativ Rekord, aber ich habe auch nicht mit mehr gerechnet. Immerhin war es ein Spiel einer Kreisklasse A-Jugend gegen eine Leistungsklasse A-Jugend. Dementsprechend ist auch davon auszugehen, dass zu beiden Mannschaften circa sieben Angehörige als Fans gehörten und ich war der 15te. Dennoch war es mal wieder schön den Ball rollen zu sehen, da mein letzter Stadionbesuch schon mehr als zwei Wochen her war. Es war zwar nicht das beste Fußballspiel aller Zeiten, aber man konnte es sich ansehen. Außerdem hat es sich alleine für die Lichtatmosphäre während des Sonnenuntergangs gelohnt.

Ich werde wahrscheinlich versuchen noch mal ein Spiel in der BSA Überruhr zu sehen, wenn mal eins wirklich auf dem Rasenplatz stattfinden sollte.

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05.06.2016: KFC Uerdingen 05 – 1. FC Mönchengladbach

05.06.2016
Grotenburg-Stadion
KFC Uerdingen 05 – 1. FC Mönchengladbach 5:0
Oberliga Niederrhein
Zuschauer: 1.015 (Auslastung: 2,94%)/Gäste: nicht identifizierbar

Gegengerade des Grotenburg-Stadions

Gegengerade des Grotenburg-Stadions

Nach mehr als drei Monaten komme ich endlich mal dazu, diesen Beitrag fertig zu stellen. Zwischenzeitlich hatte ich leider auch vergessen, dass dieser noch gar nicht fertig ist. 😀 Sorry!

Einer der markanten Flutlichmasten des Grotenburg-Stadions von außerhalb des Stadions.

Einer der markanten Flutlichtmasten des Grotenburg-Stadions vom Parkplatz vor dem Stadion.

Knapp 30 Jahre nach dem „Wunder der Grotenburg“, bei dem der damals noch als Bayer 05 Uerdingen spielende Verein aus Krefeld spektakulär mit 7:3 gegen Dynamo Dresden gewann und so vor 22.000 Zuschauern den Einzug in das Halbfinale des Europapokals der Pokalsieger und somit den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte feiern konnte. Inzwischen ist der Verein in der fünftklassigen Oberliga Niederrhein angekommen. Dort finden auch keine 22.000 Fans mehr den Weg in die Grotenburg, sondern noch – für Oberliga-Verhältnisse immer noch sehr starke – knapp 1.000 Zuschauer. Dazu muss gesagt werden, dass in dieser Saison die Ultras der Krefelder in dieser Saison keine Spiele besucht haben und der Aufstieg verpasst war. Außerdem waren keine (bzw. keine erkennbaren) Gästeanhänger zu sehen. Dennoch war die Stimmung alles andere als schlecht. Die Krefelder Fans im Stehbereich waren gut drauf und haben auch Stimmung gemacht. Nicht durchgehend, wie es Ultras tun würden, aber dafür ehrlich und für das Team. Dieses bedankte sich an diesem sonnigen und warmen Tag mit einem 5:0-Sieg zum Saisonabschluss.

 

Das Stadion selber hat schon deutlich bessere Zeiten gesehen, aber da weder Stadt noch Verein das nötige Geld haben, um Sanierungs- oder Renovierungsarbeiten durchführen zu lassen, verwundert dies eher weniger. Aber meiner Meinung nach ist dies nicht so schlimm, wie es in anderen Berichten, die ich vor dem Besuch gelesen habe, dargestellt wurde. Ja, die Wände der Toilettenräume waren schon beklebt mit Stickern von sämtlichen Ultras-Gruppierungen Deutschlands, die Sitzschalen haben das oben erwähnte Wunder der Grotenburg auch nur knapp verpasst und die beiden Hintertortribünen sind gesperrt, aber im Großen und Ganzen fühlt man sich als Fußball-Nostalgiker hier wohl.

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24.07.2016: DJK Eintracht Dorstfeld – TSC Eintracht Dortmund

24.07.2016
Sportplatz Am Wasserfall
DJK Eintracht Dorstfeld – TSC Eintracht Dortmund 1:6
Testspiel
Zuschauer: 60 (Auslastung: 2,40%)/Gäste: ~10 (16,66%)

Sportplatz Am Wasserfall mit angrenzender Sporthalle und Vereinsheim.

Sportplatz Am Wasserfall mit angrenzender Sporthalle und Vereinsheim während des Testspiels der Damenmannschaft der DJK Eintracht.

Sommerpause – die Zeit der Testspiele. Am frühen Sonntag morgen (also so gegen halb zehn) ging die Suche nach einem interessanten Spiel, möglichst auf einem bisher noch nicht besuchten Ground los. Eingeschränkt wurde ich nur von meiner Unlust länger als 90 Minuten mit dem Zug für 90 Minuten Fußball zu fahren. So ging die Suche im Ruhrgebiet los. Unzählige Postleitzahlbereiche – okay, eigentlich nur die von Duisburg, Essen, Bochum und Dortmund – in den „Matchkalender“ bei fussball.de eingegeben und letzten Endes bei dem Duell zweier Dortmunder Eintrachten hängen geblieben. Zwar klingt die Paarung B-Ligist gegen Bezirksligist nicht sonderlich spannend, aber Eintracht gegen Eintracht und der Name „Sportplatz Am Wasserfall“ haben mich überzeugt. Also ab in die S1 nach Dortmund Dorstfeld-Süd und knapp eineinhalb Kilometer laufen (alternativ hätte ich auch an der Universität aussteigen können, aber die wollte ich an einem Sonntag nicht sehen, wär aber etwa der gleiche Fußweg zum Platz gewesen) und zack… bin ich über eine Stunde zu früh am Platz. Zum Glück waren vor dem Spiel, welches ich eigentlich sehen wollte, die Frauen der DJK Eintracht bereits fußballerisch aktiv. So war die Zeit nicht ganz verloren. Dazu eine Currywurst und ein Bier – wie zur Hölle kommt man als Dortmunder Verein dazu, am Platz Veltins zu haben? 😀 – und schon war die Wartezeit auf das „Eintracht-Duell“ gefüllt.

Kein Fußball den Faschisten.

Kein Fußball den Faschisten! (Mit Spritzer von der Sprinkleranlage)

Das Spiel war das erwartet einseitige Testspiel, bei dem sich der Klassenunterschied teilweise sehr deutlich bemerkbar machte. Da mein schattiger Platz im laufe der ersten Halbzeit von der Sonne an diesem heißen Sonntag erobert wurde, war ich die Halbzeitpause damit beschäftigt, einen neuen schattigen Platz zu suchen. Dies gestaltete sich schwieriger, als man meinen könnte. Die Bäume auf der einen Torseite boten zwar etwas Schatten, jedoch war dort dann auch eher Gruppenkuscheln angesagt. Bei der Wärme auch eher uncool. Also bin ich an den, sich über die halbe Länge den Spielfelds befindlichen, Stehplatzstufen vorbei, um fast auf Höhe der Eckfahne auf der anderen Seite Schatten zu finden. Immerhin wurde die Anlage erst vor kurzem von Asche auf Kunstrasen umgerüstet, denn Asche wäre bei dem Wetter so staubig gewesen, dass ich heute noch den Staub aus meinen Lungen husten müsste. Dennoch – trotz Hitze und Schattenmangel – hat sich der Sonntagsausflug nach Dorstfeld gelohnt und ich habe einen sehr sympathischen Verein kennen gelernt.

Mehr Fotos: https://www.facebook.com/Tikus09Blog/photos/?tab=album&album_id=934530996651447

28.08.2016: Concordia Wiemelhausen – TuS 05 Sinsen

28.08.2016
Sportanlage Glücksburger Straße
Concordia Wiemelhausen – TuS 05 Sinsen 3:2
Westfalenliga Staffel 2
Zuschauer: 148 (Auslastung: 2,96%)/Gäste: ~15 (10,14%)

Der Sportpark mit dem benachbarten Malakowturm der ehemaligen Zeche Julius Philipp.

Der Sportpark mit dem benachbarten Malakowturm der ehemaligen Zeche Julius Philipp.

Vor knapp zwei Wochen führte mich mein Weg nach Bochum, genauer nach Wiemelhausen an die Glücksburger Straße. Kurz darauf bin ich dann in den Urlaub gefahren, weshalb erst jetzt ein kurzer Beitrag zu diesem Spiel und Ground kommt.
Eine Woche zuvor war ich in Dortmund Mengede, um dort ein Spiel der Westfalenliga Staffel 2 zu schauen. In der Nacharbeitung habe ich dann auch geguckt, ob die Liga weitere interessante Grounds bietet, die ich in naher Zukunft besuchen könnte. Dabei stoß ich auf einen Ground, der in direkter Nachbarschaft zu einem Malakowturm liegt. Als Person, die sich neben Fußball auch für die Geschichte seiner Heimat, dem Ruhrgebiet, interessiert, habe ich diesen Ground natürlich ganz nach oben auf meine „To-Do-Liste“ gesetzt. Und, der Besuch hat sich gelohnt!

Überdachte Tribüne.

Überdachte Tribüne.

Nach einem ca. 20 min Fußweg von der U-Bahn-Station Markstraße zur Sportanlage bei über 30°C, hatte ich nur noch die Hoffnung, dass es irgendwo am Platz Schatten gibt. Glücklicherweise wurde – extra für mich 😀 – ein Teil der Stufentribüne erst vor kurzem überdacht. Außerdem habe ich mir unterwegs den Vorsatz gemacht, bei den Temperaturen lieber kein Bier zu trinken… das hat nur so halb geklappt, weil im Vereinsheim, dem „Concorden-Eck“, habe ich recht schnell das Fiege Radler entdeckt. Immerhin nur „Halbbier“. Mit diesem und einer sehr leckeren Currywurst mit Brötchen begab ich mich dann in den schattigen Teil der Tribüne.

Das Wappen der Concordia an einer Wand.

Das Wappen der Concordia an einer Wand.

Das folgende Spiel hat beim Zuschauen Spaß gemacht, auch wenn die ersten 75 Minuten trotz gutem Spiel beider Mannschaften recht ereignislos waren. Innerhalb weniger Minuten gelang den Gästen aus Marl ein Doppelschlag zur 0:2-Führung. Die ersten Fans der Wiemelhausener verließen auf Grund der schlechten Aussichten bereits die Anlage, doch ab der 87. Minute entwickelte sich eine mit drei Toren in vier Minuten sehr kuriose Endphase, aus der die Concordia den ersten Westfalenliga-Sieg ihrer Historie errang. Ein schöner Ground und ein Spiel, wie man es nicht häufig sieht. Oder kurz: ein rundum erfreulicher „Hopp“.

Mehr Fotos: https://www.facebook.com/Tikus09Blog/photos/?tab=album&album_id=933039040133976

03.09.2016: FC Insel Usedom II – Pelsiner SV

03.09.2016
Sportplatz am Fischerweg
FC Insel Usedom II – Pelsiner SV 3:1
Kreispokal Vorpommern-Greifswald
Zuschauer: 40 (Auslastung: 2,00%)/Gäste: nicht identifizierbar

Die Sitzplätze des Sportplatzes am Fischerweg.

Die Sitzplätze des Sportplatzes am Fischerweg.

Ich habe meinen Urlaub auf Usedom mal dazu genutzt, auch außerhalb NRWs einen Ground zu besuchen und da der Sportplatz am Fischerweg nur wenige Minuten von meiner Ferienwohnung gelegen war, hat es sich angeboten zu gucken, ob dort ein Spiel stattfindet. Und ich hatte Glück: die zweite Mannschaft des FC Insel Usedom hatte am Samstag ein Heimspiel gegen den Pelsiner SV in der ersten Runde des Kreispokals Vorpommern-Greifswald. Das Duell zweier Teams aus der Nord- und aus der Südstaffel der Kreisliga VGW. Dementsprechend war die Zuschauerzahl auch überschaubar, wobei meiner Meinung nach 40 Zuschauer (laut fussball.de) für diese Spielklassen und rund 50 km Anfahrt der Gäste, welche bis auf zwei Zaunfahnen unsichtbar waren, noch ein ordentlicher Wert sind. Zumal das Wetter sehr gut war und der wunderschöne Bansiner Strand nur wenige 100 Meter entfernt liegt. Soll ja Menschen geben, die einen Strandbesuch dem Fußball vorziehen… 😉

Die Anzeigetafel nach Abpfiff.

Die Anzeigetafel nach Abpfiff.

Der Sportplatz selber ist schön. Die analoge Anzeigentafel – auch wenn diese recht modern ist – und die Sitztribüne sorgen dafür, dass die Anlage einen nostalgischen Charme versprüht. Dazu kommt ein besonderes Alleinstellungsmerkmal: Die Spielerbänke sind sechs Meter breite Strandkörbe, welche den Verein und seinen Ort sehr schön miteinander verbindet.

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