07.05.2016: FC Wegberg-Beeck – Borussia Dortmund II

07.05.2016
Waldstadion Beeck
FC Wegberg-Beeck – Borussia Dortmund II 1:3
Regionalliga West
Zuschauer: 240 (Auslastung: 4,80%)

Die Regionalliga-Abschiedstour des FC Wegberg-Beeck ist fast beendet und nächste Saison wird man wieder in der Mittelrheinliga – wahrscheinlich erfolgreicher als diese Saison – auf Punktejagd gehen. Doch noch sind ein paar Spiele in der Regionalliga zu spielen. Zum vorletzten Heimspiel kam am 07.05.2016 die U23 des BVB. Leider parallel zum Spiel der ersten Mannschaft in Frankfurt, deswegen war es bei weitem nicht so voll, wie es hätte werden können.

Haupttribüne des Waldstadion Beeck (Quelle: ich (deswegen ist es auch so schief))

Der FC Wegberg-Beeck war bereits in den 1990er Jahren viertklassig, damals noch in der Oberliga Nordrhein. Jedoch stieg man auf Grund einer Insolvenz in die sechstklassige Landesliga Mittelrhein ab. Es folgte 2005/06 noch ein kurzes Intermezzo in der Oberliga Nordrhein (immer noch viertklassig), danach folgten aber einige Jahre in verschiedenen mittelrheinischen fünften und sechsten Ligen (Verbandsliga Mittelrhein, Mittelrheinliga und die verbandsübergreifende NRW-Liga (mit Niederrhein und Westfalen zusammen)). Letzte Saison (2014/15) wurde dann durch die Meisterschaft in der fünftklassigen Mittelrheinliga wieder der Sprung in die vierte Liga geschafft. Inzwischen die Regionalliga West. Dort war man allerdings von Anfang an den anderen Mannschaften deutlich unterlegen, sodass schon recht früh klar wurde, dass es bei nur einem Jahr in der Regionalliga bleibt. Nachdem der Verein dann beschloss, für die nächste Saison gar nicht erst die Lizenz zu beantragen, stand der FC Wegberg-Beeck auch offiziell als erster Absteiger fest.

Das Hinspiel im Stadion Rote Erde hatte der FCWB mit 6:0 verloren, dementsprechend war die U23 des BVB auch im Rückspiel deutlicher Favorit. Da das Spiel aber parallel zum Spiel der Dortmunder Profis in Frankfurt stattfand, fanden nur 240 Zuschauer den Weg ins Waldstadion. Davon war jedoch mindestens die Hälfte Anhänger des Gastes. In der siebten Minute haben sich auch ein paar Dortmunder zusammengefunden und einen auf Ultra gemacht und haben ein paar Fangesänge angestimmt. In der achten Minute fiel dann das 1:0 für Wegberg, jedoch habt die Gruppe, entgegen der eigentlichen Erwartungen, dann nicht aufgehört zu singen. Bis auf ein paar niveaulose Lieder (z.B. Spieler von Wegberg liegt am Boden und sie singen „Lasst ihn liegen, Sch**ße tritt sich fest“… muss nicht sein) haben die paar Leute auch gut Stimmung gemacht. In der zweiten Halbzeit, nachdem das Spiel gedreht war, wurde die Gruppe ein bisschen lauter. Die Stimmung war dann okay. Von Wegberger Fans kam leider nichts. Da der Verein aber auch nicht wirklich eine Fanszene besitzt, ist dies auch klar. Bis auf fragwürdige Werbung vor dem Spiel und in der Halbzeitpause ist von Wegberg nicht viel Akustisches in Erinnerung geblieben.

Oben Ticket vor Spielfeld und Haupttribüne, unten Gegengerade (links) und Haupttribüne (rechts) von der Seite (Quelle: Alle Fotos von mir)

Oben Ticket vor Spielfeld und Haupttribüne, unten Gegengerade (links) und Haupttribüne (rechts) von der Seite (Quelle: Alle Fotos von mir)

Der Gästeblock war offen, trotzdem haben sich die meisten Dortmunder in den „Käfig“ auf der Gegengerade gestellt. Für diese Stehplätze musste man 8 Euro (bzw. ermäßigt 6 Euro) bezahlen. Dafür hatte man aber nur sehr wenig Schatten in den Bereichen, in denen man stehen konnte. An diesem Spieltag war dadurch der Sonnenbrand vorprogrammiert. Die Sitzplätze auf der Haupttribüne waren für 15 Euro zu haben, dafür aber auch im Schatten. Neben der Haupttribüne waren mehrere Zelte aufgebaut (ein VIP-Zelt glaub ich und ein Zelt für Essen). Dort bekam man für 2,50 Euro eine Bratwurst in Brötchen. Meine war leider deutlich zu lange auf dem Holzkohlegrill, dafür war das Brötchen (kein normales Brötchen, aber ich hab keine Ahnung, wie man die Varianten nennt) sehr lecker, dadurch komm ich noch auf 5 Punkte für die Wurst. Am Getränkestand war ich nicht, da ich mit dem Auto da war (deswegen auch kein obligatorischen Bierfoto), aber ich habe gesehen, dass es Bitburger Pils gab. Außerdem habe ich vorher im Internet gelesen, dass es Bolten Uralt geben soll, aber das kann ich nicht beschwören. Preise kann ich dementsprechend auch nicht nennen.

Die Anreise gestaltet sich etwas schwierig, wenn man nicht gerade in Wegberg lebt. Wegberg hat zwar einen eigenen Bahnhof, jedoch schlägt die Bahnapp aus dem Ruhrgebiet kommend eine Busverbindung ab Mönchengladbach Hauptbahnhof vor (mit einer halben Stunde Umstiegszeit). Da in Gladbach das Spiel der Borussia MG gegen Bayer Leverkusen stattfand, habe ich mich dazu entschieden, mit dem Auto zu fahren. Ich hatte wenig Lust auf die Fans beider Bundesligisten, vor allem da ich in schwarzgelb nach Wegberg gefahren bin. Mit dem Auto fährt man auf der A52 die fünfte Abfahrt (Schwalmtal-Hostert) runter, folgt danach den Schildern Richtung Wegberg. Am Grenzlandring biegt man links ab, nachdem auf der rechten Seite das Stadion zu sehen ist rechts, am Kreisverkehr die erste raus, die nächste wieder rechts und man steht auf dem Parkplatz vom Stadion. Oder man macht sich besser das Navi an. Parkplätze sind ausreichend (zumindest für die durchschnittliche Besucherzahl) vorhanden.

Ganz schön langer Text geworden. Hoffe nicht zu lang bzw. dass ich nicht zu viel uninteressantes Zeug geschrieben habe. Könnt ja in die Kommentare schreiben, ob es in Ordnung war oder ob es zu lang geraten ist.

Tikus09

31.05.2015: SV Sonsbeck – SV Hönnepel-Niedermörmter

31.05.2015
Willy-Lemkens-Sportpark Platz 2
SV Sonsbeck – SV Hönnepel-Niedermörmter 3:0
Oberliga Niederrhein
Zuschauer: 200 (Auslastung: 10%)

Fast ein Jahr ist nun mein Besuch in Sonsbeck her. Anlass dazu war das Oberligaspiel zwischen dem SV Sonsbeck und dem SV Hönnepel-Niedermörmter im Willy-Lemkens-Sportpark. Bei nur knappen 20 km Fahrt vom einen zum anderen Sportplatz, könnte man bei der Paarung fast von einem Derby sprechen, aber das könnte man bei der Oberliga Niederrhein bei jedem zweiten Spiel. Dennoch war das Spiel zwischen den zu diesem Zeitpunkt bereits abgestiegenen Sonsbeckern und den Kalkarern das Duell zweier direkter Nachbarn.

Der Willy-Lemkens-Sportpark aus der Luft (Quelle: SV Sonsbeck/http://www.2012.fussball-in-sonsbeck.de/?page_id=427)

Der Willy-Lemkens-Sportpark aus der Luft (Quelle: SV Sonsbeck/http://www.2012.fussball-in-sonsbeck.de/?page_id=427)

200 Zuschauer fanden zum vorerst letzten Oberligaheimspiel des SV Sonsbeck den Weg in den Sportpark. Wenn das Wetter an dem Tag beständig gewesen wäre, wären wahrscheinlich ein paar mehr Zuschauer da gewesen, aber es war fast schon Aprilwetter am 31.05.2015 und die überdachten Plätze auf der recht neuen und moderen Tribüne sind Mangelware. Dafür, dass es für beide Mannschaften aber um nichts mehr wirklich ging, war die Zuschauerzahl doch in Ordnung. Da keiner der beiden Vereine allerdings eine organisierte Fanszene besitzt, blieben allerdings Fangesänge und ähnliches aus. Aber wie ich bereits beim Text zum Stadion an der Feuerbachstraße erwähnt habe, kann man das bei einem Oberligaspiel auch nicht wirklich erwarten. Da geht es um den Fußball und sonst nichts. Dennoch war die Stimmung gut, was wohl auch daran lag, dass sich die Sonsbecker bemüht haben, sich würdevoll aus der Fünftklassigkeit zu verabschieden und das Spiel 3:0 gewannen.

Die Tribüne am Hauptplatz des Willy-Lemkens-Sportparks (eigenes Foto)

Der Hauptplatz des Willy-Lemkens-Sportparks (eigenes Foto)

Der Sportpark besteht aus drei Fußballplätzen. Davon sind zwei Naturrasen und einer Kunstrasen, der von einer Laufbahn umrundet wird. Zwischen dem Hauptplatz, welcher eine kleine Tribüne besitzt, und dem Kunstrasenplatz und den Spielerkabinen befindet sich der Wurst- und Getränkestand. Zu beidem kann ich nicht viel sagen, da es wie gesagt schon länger her ist, dass ich zu Besuch war und weder Biermarke noch Preise oder Qualität von Bier oder Wurst in Erinnerung geblieben sind (deswegen auch kein obligatorisches Bierfoto, weil das nicht existiert). Und bevor ich hier Unwahrheiten verbreite, sage ich dann lieber nichts dazu. Auf jeden Fall musste man weder verhungern noch verdursten.

In der Oberliga kostete der Eintritt 8 Euro, was der SV Sonsbeck jetzt in der Landesliga Niederrhein für Eintrittspreise hat, weiß ich leider nicht. Es wird aber auf Liganiveau angepasst sein, da die 8 Euro in der Oberliga auch auf Liganiveau waren.

Auch wenn der Text etwas kurz geraten ist (hatte gerade Lust darüber zu schreiben, aber es ist halt schon ein Jahr her), hoffe ich, dass es euch gefallen hat.

Tikus09