24.04.2016: TuRu Düsseldorf – 1. FC Mönchengladbach

24.04.2016
Stadion an der Feuerbachstraße
TuRu Düsseldorf – 1. FC Mönchengladbach 0:1
Oberliga Niederrhein
Zuschauer: 150 (Auslastung: 1,88%)

Um das Wochenende nach Dortmund II gegen Wattenscheid am Freitag und Schalke II gegen Essen am Samstag ausklingen zu lassen, habe ich am Sonntag den 24.04.2016 die TuRU aus Düsseldorf besucht. Die BZA an der Feuerbachstraße kannte ich noch aus meiner Jugend, weil wir damals zu einem internationalen Jugendturnier bei der TuRU geladen waren. Erinnern konnte ich mich allerdings nur noch an Einzelheiten, daher habe ich beschlossen meiner Erinnerungen aufzubessern und mit das Oberligaspiel zwischen der TuRU und dem 1. FC Mönchengladbach anzusehen.

Stadion an der Feuerbachstraße von der S-Bahn-Station Düsseldorf-Volksgarten aus (eigenes Foto)

Die Anreise gestaltet sich recht einfach, da das Stadion direkt neben der S-Bahn-Station Düsseldorf-Volksgarten liegt (siehe Bild). Diese Station wird von den Linien S1, S6 und S68 angefahren. Wenn man die Station Richtung Kruppstraße/Auf’m Hennekamp verlässt und unten nach rechts geht, ist man quasi schon angekommen. Alternativ kann man auch mit S8, S11 oder S28 nach Düsseldorf-Friedrichstadt fahren, muss von dort aber etwa einen halben Kilometer mehr laufen (von der Oberbilker Allee die Ringelsweide lang und am Ende links auf die Feuerbachstraße abbiegen). Dadurch sind Spiele der TuRU sehr gut ohne Auto zu erreichen, was – wie sich in der 80. Minute des Spiels gezeigt – auch eine gute Entscheidung ist. Da wurden nämlich Autofahrer zu ihren Autos gerufen, weil sie teilweise wohl in zweiter Reihe geparkt habe oder so. Ich muss zugeben, dass ich die Durchsage nicht ganz verstanden habe, weil gerade direkt hinter mir ein Zug über die Gleise gepoltert ist. War mir aber auch egal, weil ich ja nicht mit dem Auto da war.

Die überdachte Haupttribüne (ebenfalls ein eigenes Foto)

Die überdachte Haupttribüne (ebenfalls ein eigenes Foto)

Die BZA beinhaltet drei große Fußballfelder (zwei Naturrasen, einer Kunstrasen). Einer der Naturrasenplätze ist mit einer überdachten Tribüne mit Sitzplätzen, welche von zwei Stehplatzblöcken umrandet die Haupttribüne bildet, und einer reinen Stehplatz-Gegengeraden mit 10 Stufen (geschätzt. habe sie nicht gezählt), hinter welcher ein Erdwall liegt, auf dem sich die oben angesprochenen Gleise befinden. ausgestattet. Dieser Platz dient auch dem Oberligateam für die Heimspiele. Hinter den Toren sind jeweils Wege, die zur Gegengerade führen, während des Spiels würde ich aber auf Grund der hohen Treffsicherheit einiger Spieler davon abraten, sich dort länger als nötig aufzuhalten. Hat auch keiner der 120 Zuschauer (laut fupa.net) getan. Stimmung kommt natürlich bei so wenigen Zuschauern nicht wirklich auf, aber darum geht es einem in der Oberliga ja auch nicht (außer man geht zum WSV oder KFC).

Steinadler hinter den nördlichen Tor (wieder ein eigenes Bild)

Steinadler hinter den nördlichen Tor (wieder ein eigenes Bild)

Aber auf dem Gelände der BZA gibt es noch mehr zu sehen. Zum Beispiel das Vereinsheim der TuRU, welches eine urige Kneipe beheimatet und auch eine Dachterrasse in Richtung der beiden „kleinen“ Plätze bietet. Dort kann man sich mit allerhand Nahrungsmittel versorgen. Wer keine Lust hat sich die 50 Meter weiter vom Platz weg zu bewegen, bekommt Wurst und Getränke auch an einem Stand direkt zwischen Eingang und Haupttribüne. Die Wurst kostet 2,30 Euro und ist super (auch wenn das Brötchen mir zu hart war, aber die sind ja auch vom Bäcker nicht immer gleich gut). Eine klare 7 von 10! Getränke gibt es natürlich das übliche alkoholfreie, was natürlich auch nirgendwo fehlen darf, und das, für mich deutlich interessantere, Bier. Zum Fußball gucken gehört einfach Bier dazu. Auch wenn ich dieses mal statt zum Pils (Krombacher vom Fass) zum Schlösser Alt vom Fass gegriffen habe. Hoch anzurechnen ist der TuRU dabei, dass sie einem wenigstens noch die Wahl lassen, ob man Pils oder lieber die lokale Spezialität trinken will (das geht an euch Fortuna Düsseldorf und 1. FC Köln, bzw. euer jeweiliges Regionalligateam). Da ich jemand bin, der auch gerne das lokale Bier trinkt, habe ich mich für das Alt entschieden. 2 Euro (zzgl. 1 Euro Becherpfand) ist auch vollkommen in Ordnung.

Das obligatorische Bierfoto (eindeutig meins)

Das obligatorische Bierfoto (eindeutig meins)

Außerdem gibt es noch einen kleinen Stand, an dem ihr euer Geld für blau-weiße Fanartikel ausgeben könnt, wenn ihr es denn wollt, und einen kleinen VIP-Container, der aber meiner Meinung nach ziemlich uninteressant ist (sorry).

Für 7 Euro bekommt man Einlass ins Stadion, Ermäßigte müssen nur 5 Euro bezahlen. Kinder unter 14 Jahren bekommen freien Eintritt. Wer genug Sitzfleisch hat und bei Regen (oder Schnee/Hagel, wie am 24.04.2016!) ein Dach über dem Kopf haben will, muss 3 Euro mehr locker machen. Normale Preise für die Oberliga.

Das war es eigentlich auch schon. Bei Fragen könnt ihr euch ja in den Kommentaren an mich wenden.

Tikus09

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23.04.2016: FC Schalke 04 II – Rot-Weiss Essen

23.04.2016
Stadion im Sportpark Wanne-Süd
FC Schalke 04 II – Rot-Weiss Essen 0:0
Regionalliga West
Zuschauer: 1.300 (Auslastung: 9,63%)

Samstag, 23.04.2016 in Herne… oder Wanne-Eickel am Hbf… versteh jemand diese Stadt, die ihren Hauptbahnhof nach einem Stadtteil benennen. Auch egal, jedenfalls war im Sportpark Wanne-Süd (trägt inzwischen den Namen eines lokalen Volkstheaters, dennoch werde ich hier Werbenamen von Stadien meiden) an diesem Tag wohl eines der underbysten Derbys Deutschlands. Die U23 von Schalke traf auf Rot-Weiss Essen. Normalerweise ist das Stadion die Heimat des DSC Wanne-Eickel, aber zu sogenannten Risikospielen dient es auch der zweiten der Gelsenkirchener als Spielort. Warum aber war dieses Derby so underbyig (meine Wortschöpfungen heute sind wieder super)? Naja, der WFLV hat auf anraten der Polizei bzw. der ZIS das Spiel statt um 14 Uhr, was die normale Zeit in der RL West gewesen wäre, um 16 Uhr anpfeifen lassen, damit sich die Wege der Essener und der Schalker, die sich zum Spitzenspiel der Bundesliga gegen Leverkusen um 18:30 Uhr auf Schalke bewegen, nicht kreuzen. Hat nicht so gut geklappt, da auch schon um 14 Uhr in der Bahn aus Essen über Gelsenkirchen nach Wanne eine Menge Leute in blau-weiß saßen. Allerdings hat der späte Anstoß dafür gesorgt, dass unter den 1300 Zuschauern (laut reviersport.de, mir kam es mehr vor) vielleicht 50 Anhänger aus Gelsenkirchen, darunter auch Gerald Asamoah (Bild von ihm ebenfalls bei reviersport gesehen), waren. Dadurch war, wie sowieso schon zu erwarten war, bereits der Bahnhof fest in rot-weisser Hand. In Polizeieskorte wurden die Essener dann zum Stadion, welches sich etwa 20 Minuten Fußmarsch vom Bahnhof befindet, geleitet. Mittendrin: Ich als Dortmund-Fan. Allerdings ist das bei den Essenern überhaupt kein Problem, da es seit den 1970ern eine Fanfreundschaft zwischen schwarzgelb und rotweiss gibt, die eben auf der Rivalität zu dem an diesem Tag aktuellen Gegner der Essener basiert. So bin ich eben auch mit den Essenern zusammen in den Gästeblock gegangen. Wobei, wie oben bereits erwähnt, waren kaum Schalker da und daher war im Prinzip das komplette Stadion Gästeblock.

 

Die Haupttribüne (Quelle: Th. Jantowski/wikimedia/ https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/c1/Mondpalastarena.jpg)

Die Haupttribüne (Quelle: Th. Jantowski/wikimedia/ https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/c1/Mondpalastarena.jpg)

Eintritt im Stehplatzbereich kostet bei der Knappenschmiede (ich als Dortmunder finde diese Bezeichnung für die Nachwuchsteams eher dämlich, aber okay) 6 Euro, bzw 3 Euro ermäßigt als Student oder ähnliches. Das sind top Preise für die Regionalliga. Allerdings war das Spiel auch nicht mehr wert… müdes 0:0 mit kaum erwähnenswerten Szenen. Das ließ sich leider auch etwas auf die Stimmung nieder, die nach hinten raus schwächer wurde. Allerdings bestand diese Stimmung sowieso zum großen Teil aus Gepöbel gegen Schalker. Zwischenzeitlich hat mal eine Stoffpuppe mit einem blauen Trikot gebrannt, aber ansonsten blieb es halt beim Pöbeln und somit friedlich. Von den Essener Ultras hat man kaum etwas gehört, was wahrscheinlich auch daran lag, dass sie auf einer nicht überdachten Tribüne waren und die Stimmung dadurch etwas verpufft ist. Aber das bleibt bei alten Stadien nunmal nicht aus, dass man auf unüberdachten Rängen steht und das macht auch irgendwie ein bisschen den Charme dieser Stadien aus.

Veltins vor "Für immer WS"-Sticker (Quelle: ich)

Veltins vor „Für immer WS“-Sticker (Quelle: ich)

Für das leibliche Wohl war eher schlecht als recht gesorgt. Getränke gab es im Gästeblock an mehreren Bierwagen sowohl unalkoholische als auch Veltins… Schalke halt. Abgesehen davon, dass Veltins normalerweise nicht mein Bier ist – es gab halt logischerweise im Stadion kein anderes, dann trinkt man das auch – geht der Preis von 3 Euro für ein Bier eigentlich. Zur Stadionwurst kann ich nicht viel sagen, da ich keine gegessen habe. Dies hatte den ganz einfachen Grund, dass (zumindest im Gästeblock) die Wurst ohne Brötchen verkauft wurde. Dann kann man es sich auch komplett sparen… hab ich auch getan.

Wie oben bereits erwähnt, bin ich mit dem Zug angereist, kann aber von dem, was ich so rund ums Stadion gesehen habe, auch nicht empfehlen, mit dem Auto zu kommen. Zumindest nicht bei Spielen von der Zweitvertretung von Schalke. Wenn die DSC Wanne-Eickel spielt, sollten rund ums Stadion eigentlich genug Parkplätze zur Verfügung stehen. Die Fans, die aus Essen und Nachbarstädten mit dem Auto gekommen sind, mussten nach dem Spiel fast genauso weit laufen wie diejenigen, die mit dem Zug da waren. Außerdem hätte man vom Bahnhof zum Stadion auch mit der Straßenbahn fahren können, was die ~20 Minuten Fußweg gespart hätte.

Joa… mehr hab ich eigentlich auch gar nicht mehr zu dem Stadion oder Spiel zu sagen.

Tikus09

PS: Die Farben der Wellenbrecher in der Südkurve des Stadions (am Gästeeinlass) sind gelb und schwarz. Dachte das sollte ich als Dortmunder bei einem Text über ein Heimstadion des Schalker Nachwuchses erwähnen.

03.04.2016: SV Adler Osterfeld – SpVgg Sterkrade 06/07

03.04.2016
Waldstadion Rothebusch
SV Adler Osterfeld – SpVgg Sterkrade 06/07 3:3
Bezirksliga Niederrhein Gruppe 6
Zuschauer: 200 (Auslastung: 4,69%)

Den „alten Hasen“ unter den Groundhoppern wird der SV Adler Osterfeld und dessen Stadion – das Waldstadion Rothebusch – wohl ein Begriff sein. Von 1998/99 bis zur Saison 2004/05 war der Oberhausener Klub in der damals viertklassigen Oberliga Nordrhein. Inzwischen ist der Verein in die siebte Liga abgerutscht. Das Waldstadion ist aber seit der Oberliga-Zeit kaum verändert worden. Gerade einmal der Rasen wurde durch Kunstrasen ersetzt.

Waldstadion Rothebusch bei einem Freundschaftsspiel gegen Schalke 04 am 13.07.2001 (Quelle: http://groundhopping.de/adlers04.htm)

Waldstadion Rothebusch bei einem Freundschaftsspiel gegen Schalke 04 am 13.07.2001 (Quelle: http://groundhopping.de/adlers04.htm)

Das Waldstadion verfügt über eine unüberdachte Tribüne, die 1260 Sitzplätze hat. Hinter dieser Tribüne, sowie auf den drei anderen Geraden, befinden sich Stehplätze, sodass 4260 Zuschauer insgesamt im Stadion Platz finden können… also ungefähr 4150 mehr, als durchschnittlich Spiele der Adler in der Bezirksliga Niederrhein Gruppe 6 besuchen kommen. Zu dem Spiel gegen Sterkrade 06/07 – zu dem Zeitpunkt das Verfolgerduell, dritter gegen vierter – haben immerhin 200 Zuschauer (laut fupa.net) den Weg an die Siepenstraße gefunden. Immerhin war es auch einer der ersten warmen Tage des Jahres. Stimmung ist bei so unterklassigem Fußball sowieso immer so eine Sache, aber ich habe schon Regional- und Oberligaspiele gesehen, bei denen weniger Stimmung war. Allerdings hat wohl auch das Spiel die Stimmung positiv beeinflusst. Ein 3:3, welches zwei mal gedreht wurde (0:1 -> 2:1 -> 2:3) und in der Nachspielzeit dann – wohl durch einen irregulären Treffer – ausgeglichen wurde, hat die Gemüter der Zuschauer aufgeheizt. Der gut 70-80 Mann starke Sterkrader Anhang hat gerade nach dem späten Ausgleich zum 3:3 heftig gegen den Schiedsrichter gepöbelt. Ansonsten wurde von der Tribüne den Spielern viel zugerufen, was sie besser machen sollen. Wer brauch schon Trainer, wenn sich jeden Sonntag ein paar Rentner auf die Tribüne setzen, die alles besser wissen? Jedoch hat man an diesem Umgang der Zuschauer mit den Spielern gemerkt, wie familiär das Verhältnis inzwischen beim SV Adler Osterfeld ist.

Tribüne/ die bester Eitrittskarte ever/ komplette Tribüne (Quelle: mein Instagram :D)

Tribüne/ die beste Eintrittskarte ever/ komplette Tribüne (Quelle: mein Instagram :D)

Für das leibliche Wohl des Zuschauers ist natürlich auch gesorgt: Es gibt Königs-Pilsener und einiges an nicht alkoholischen Getränken. Was genau kann ich nicht sagen, da ich nicht am Getränkestand war (habe aber einige Leute mit Bierflaschen gesehen). Am Grill gab es Krakauer und Bratwurst für 2 Euro. Die Bratwurst war eine der besten Würste, die ich bis jetzt in einem Stadion gegessen habe. Da ich letztes mal schon mit Punkten für Würste angefangen habe, gebe ich sie hier auch mal. Die Wurst ist mir extremst gute 8/10 wert.

Der Eintrittspreis beträgt 4 Euro (keine Ahnung, ob es Ermäßigungen gab, nur dass Vereinsmitglieder kostenlosen Eintritt hatten). Wer vorhat mit dem Auto zum Waldstadion Rothebusch zu fahren, sollte Nerven und Geduld mitbringen, da die Siepenstraße eine ziemlich enge Straße ist, die auf einer Straßenseite auf Grund des Parkplatzmangels am Stadion und der umliegenden Kleingärten als Parkstreifen benutzt wird. Dadurch ist besonders nach dem Spiel ein kleines Verkehrschaos auf der Straße. Das Stadion selber entschädigt aber ein wenig dafür, da es (bis auf den neuen Kunstrasen) sehr urig und traditionell ist. Außerdem – wie oben bereits erwähnt – ist die Wurst gut!

Wie sonst auch, würde ich mich auch dieses mal über konstruktive Kritik freuen.

Tikus09